Zertifikate: Sal. Oppenheim-Discountzertifikat auf Erste Bank-Aktien

27. März 2007, 14:23
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Kompromiss zwischen Rendite und Sicherheit - Von Walter Kozubek

Die über den Erwartungen liegenden Zahlen der Erste Bank konnten gestern den Aktienkurs im Zug des aktuellen Sell-Offs maximal unterstützen. Dennoch sollten sich die guten Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie die positiven Zukunftsaussichten früher oder später in einem Kursanstieg der Erste Bank-Aktie ihren Niederschlag finden.

Discountzertifikate stellen für Risiko averse Anleger immer eine interessante Alternative zum Kauf der Aktie dar. Anleger, die davon ausgehen, dass die Aktienmärkte und somit natürlich auch die Erste Bank-Aktie noch über ausreichendes Korrekturpotenzial verfügen, aber dennoch bereits jetzt einen Fuss in die (Investment)-Türe setzen wollen, könnten die Veranlagung in einem Discountzertifikat in Erwägung ziehen.

Kurz nach Handelsbeginn des 2.3.07 notiert die Erste Bank-Aktie bei 56,65 Euro. Das Sal. Oppenheim-Discountzertifikat mit Cap bei 65 Euro, Bezugsverhältnis 1, ISIN: DE000SCL3R49, Laufzeit bis 24.6.08 wird bei diesem Aktienkurs mit 53,48 – 53,58 Euro gehandelt.

Gegenüber der Aktie ist das Discountzertifkat mit einem Abschlag von 5,42% zu erwerben. (Zugegebenermassen kann dieser Rabatt bei einem neuerlichen Einbruch der seit vor Kurzem zur Weltleitbörse erklärten chinesischen Börse, die für den Kursverlauf der Anhängsel USA, Europa und Japan massgeblich zu sein scheint, binnen kürzester Zeit aufgebraucht werden.) Dennoch erscheint die Möglichkeit, bei einem Aktienkurs von 56,65 Euro mit 53,58 Euro in die Aktie investieren zu können, als durchaus interessant.

Im Gegenzug zum verbilligten Einstieg verzichtet der Inhaber dieses Zertifikates auf die unbegrenzte Partizipation an steigenden Kursen der Erste Bank-Aktie, da bei 65 Euro ein Cap (=Höchstbetrag) eingezogen ist. Notiert die Aktie am Laufzeitende des Zertifikates auf oder oberhalb des Caps von 65 Euro, dann wird das Zertifikat mit 65 Euro getilgt. Die Rendite wird in diesem Fall bei 21,31% liegen. Der Kauf der Aktie hätte bei einem Kursanstieg auf 65 Euro nur einen Gewinn von 14,73% erwirtschaftet. Erst ab einem Kursanstieg auf 68,72 Euro oder darüber wird die Veranlagung in der Aktie eine bessere Performance als das Discountzertifikat abwerfen.

Wenn sich der Aktienkurs am Laufzeitende des Zertifikates hingegen unterhalb des Caps bewegt, ist der Emittent berechtigt, dem Anleger jeweils eine Erste Bank-Aktie pro Zertifikat ins Depot zu liefern. Somit wird diese Veranlagung erst dann in den roten Zahlen enden, wenn sich der Aktienkurs am Laufzeitende unterhalb des Kaufkurses des Zertifikates, in diesem Fall unterhalb von 53,58 Euro befindet.

ZertifikateReport-Fazit: Dieses Zertifikat stellt einen guten Kompromiss zwischen Sicherheit und günstigen Ertragsmöglichkeiten dar. Der hohe Cap ermöglicht eine zufrieden stellende Partizipation an steigenden Kursen, der Sicherheitspuffer federt eventuelle Kursverluste ab. Nur dann wenn die Erste Bank-Aktie im August 08 deutlich oberhalb der 68-Euro-Marke notiert, wird sich mit dem Aktienkauf mehr als mit dem Discountzertifikat verdienen lassen.

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