Israel beunruhigt über russisch-syrische Waffengeschäfte

8. März 2007, 13:15
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Waffen könnten in die Hände der Hisbollah gelangen - Peres fordert Druck auf Russland

Jerusalem - Israel hat Russland am Freitag wegen einer geplanten Lieferung moderner Waffensysteme an Syrien kritisiert. Die Waffen würden über Damaskus in die Hände der libanesischen Hisbollah-Miliz gelangen, zitierten israelische Medien am Freitag ranghohe Regierungsvertreter in Jerusalem. Russland und Syrien stehen israelischen Berichten zufolge vor dem Abschluss eines Waffengeschäftes über den Kauf von Panzerabwehrraketen und Luftabwehrraketen. Moskau wolle tausende solcher Raketen an Syrien liefern. Die neuen Modelle könnten jeden modernen Panzer zerstören.

Peres: Druck auf Russland

Der israelische Vizeregierungschef Shimon Peres forderte am Freitag Druck auf Russland, um das Geschäft zu stoppen. Die Waffen würden Syrien ermutigen, einen Kriegskurs zu steuern. Der frühere israelische Außenminister Silvan Shalom warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im israelischen Rundfunk vor, dieser spiele mit dem Feuer.

Israel und die Hisbollah waren im Sommer 2006 in einen Krieg verstrickt, in dem die schiitische Miliz auch israelische Panzer zerstörte. Nach israelischen Angaben kamen dabei auch Waffen russischer Herkunft zum Einsatz. (APA/dpa)

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