Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz

Redaktion, 6. März 2007, 17:16
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    foto: apa/dpa/jörg carstensen

Was alles unter PAA fällt und wie sie definiert wird - Wo sich Betroffene und Unternehmer informieren können

Die PPA (Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz) können behinderte Menschen in ganz Österreich beanspruchen. Derzeit nehmen laut Auskunft des Bundessozialamts rund 150 Personen österreichweit das Angebot in Anspruch und können daher einer Beschäftigung nachgehen.

Definition

PAA bietet Menschen mit Behinderung Unterstützung bei der Ausübung ihres Berufs oder bei der Ausbildung. Durch die Hilfe eines/r Assistenten/in können die Betroffenen autonom und eigenverantwortlich am Arbeitsalltag teilnehmen. Sinn der PAA ist der Ausgleich von Beeinträchtigungen durch die Assistenzgeber. Die Kosten sowohl für Unternehmen als auch die AssistenznehmerInnen übernimmt die öffentliche Hand.

Wobei assistiert wird

Unter persönliche Assistenz am Arbeitsplatz fallen laut Homepage des Büros 'Basis' in Kärnten Bereiche wie Begleitung am Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstelle oder Ausbildungsort, Begleitung bei dienstlichen Verpflichtungen außerhalb des Arbeitsplatzes (Veranstaltungen, Dienstreisen), Unterstützungstätigkeiten manueller Art (z.B. Ablage von Unterlagen, Kopiertätigkeit). Ein Teil ist auch die Assistenz bei der Körperpflege während der Dienst- oder Ausbildungszeit, außerdem sonstige behinderungsbedingt erforderliche Assistenzleistungen (z.B. Hilfe beim Ein- und Aussteigen aus oder in das Kfz, An- und Abfahrt). (red)

Links:

Infos des Bundessozialamts: Behindertengleichstellung
Zuständige Behörden & Ansprechpartner: für Arbeitgeber
Förderungen und Richtlinien: für Unternehmen

Zentrum für Selbstbestimmtes Leben: Bizeps

Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz in den Bundesländern:

Wien und NÖ (auch Burgenland): Wiener Assistenzgenossenschaft
Kärnten: Basis
Oberösterreich: miteinander.com
Tirol:
selbstbestimmt-leben.net
Steiermark: Initiative Soziale Integration
Dachverband: Arbeitsassistenz Österreich
Weitere Kontaktadressen und Links: österreichweit
Karlgaard
01
Kosten uninteressant?

Und was kostet der Spaß pro Stunde?

Liverp00l
 
00
ist uninteressant!

Lana2005
02

12 € pro stunde. Natürlich wird in dem Artikel nicht erwähnt (wenn ich es nicht übersehen habe), dass das vom Steuerzahler finanziert wird. Posting soll keine Meinung, sondern nur Tatsache abgeben. Meinung sollte sich jeder selbst bilden.

Angie 'E'
 
00
Eine weitere Tatsache ...

... ist aber, dass Menschen, welche aufgrund ihrer Behinderung, sofern sie keine PAA erhalten, keinen Job ausüben können, dementsprechend auch selbst kein Geld verdienen und keine Steuern zahlen und aber möglicherweise verschiedene Pflegedienste in Anspruch nehmen oder gar in einem Heim leben, welche/s auch der/die Steuerzahler/in finanziert. Durch PAA können sie Jobs ausüben und zahlen somit auch selbst steuern - also wird das ganze durch PAA sogar billiger. Zudem schafft PAA neue Jobs (ausgeschrieben für Wien auf www.jobwohnen.at, weil StudentInnen gerne mit "sinnvoller Arbeit" Geld verdienen möchten) und wie wir alle wissen: mehr Arbeitsplätze=mehr Geld im Umlauf=bessere Wirtschaft=mehr Arbeitsplätze ... =mehr SteuerzahlerInnen ... :-)

deap
00

Herzlichen Dank für dieses Posting. Das gehörte mal gesagt, dass Arbeit für Menschen mit Behinderungen nicht nur "damits halt auch was zu tun haben, die armen Hascherl" - Funktion hat sondern sowohl zum Steueraufkommen, zum Bruttosozial wie auch zum Bruttonationalprodukt, zur Arbeitslosenversicherung und zum Pensionssystem beiträgt.
Und dass ein im Erwerbsleben stehender Mensch (ich spreche jetzt gar nicht mal von einer eventuellen Behinderung) "kostengünstiger" und "sozial verträglicher" ist als ein Mensch, der (wenns halt gar nicht anders möglich ist mit persönlicher Assistenz) arbeiten könnte aber davon abgehalten wird, sollte wirklich jedem Menschen mit mehr als 2 Synapsen klar sein.

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