GM legt in den USA überraschend zu

27. März 2007, 14:30
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Der weltgrößte Autohersteller feiert im hart umkämpfen US-Automarkt im Februar ein leichtes Absatzplus, bei den deutschen Her­stellern zeigt sich ein gemischtes Bild

Frankfurt/New York - General Motors (GM) hat im Februar in den USA mit einem leichten Absatzplus einen Überraschungserfolg erzielt. Ebenfalls erfolgreich war wieder einmal der japanische Hersteller Toyota Motor, der beim Absatz wieder zweistellig zulegen konnte und den Abstand zu Ford Motor weiter verringern konnten. Chrysler rutschte noch tiefer in die Krise. Die deutschen Hersteller lieferten ein gemischtes Bild ab.

Kräftiger Absatzrückgang bei Porsche

Der Absatz der Marken Volkswagen und Mercedes-Benz stagnierte. Porsche musste wegen eines Modellwechsels sogar einen kräftigen Rückgang beim Absatz einstecken. Zulegen konnten nur Audi und BMW. Wegen einer hohen Nachfrage im Westen der Vereinigten Staaten konnte Audi den Absatz um 37,5 Prozent auf 6.609 erhöhen, während der Absatz der beiden BMW-Marken, BMW und MINI, um zwölf Prozent auf 24.642 zulegte.

Der bayerische Hersteller baute damit seine Position als stärkste deutsche Marke in den USA aus. Der Absatz von Volkswagen stagnierte bei 16.367, während derjenige von Mercedes-Benz bei 17.304 verharrte. Neben Audi und BMW konnte Toyota den Absatz zweistellig ausbauen. Der Absatz sei um 12,2 Prozent auf 187.330 gestiegen. Damit liegt der japanische Hersteller nur noch rund 24.000 Fahrzeuge unter dem Absatz von Ford Motor.

Der zweitgrößte US-Autohersteller, der wie General Motors und Chrysler in einer tiefen Krise steckt, setzte im Februar 211.150 Fahrzeuge ab - ein Minus von 13,5 Prozent. Wenigstens konnte Ford den Absatzrückgang anders als Chrysler etwas bremsen. Bei Chrysler sank der Absatz im Februar um acht Prozent auf 174.506. Damit lag der Rückgang deutlich über dem vom Jänner.

Überraschend zulegen konnte General Motors. Der Absatz sei um 3,4 Prozent auf 311.763 Fahrzeuge geklettert, während Experten zuvor mit einem erneuten Rückgang gerechnet haben. Die Aktie konnte nur kurz davon profitieren. Sie stieg nach Bekanntgabe der Absatzzahlen zeitweise um bis zu drei Prozent, rutschte aber bis kurz vor Handelsende wieder ins Minus. Ford-Papiere gaben in einem schwachen Marktumfeld ebenfalls leicht nach. Hinterlegungsscheine der DaimlerChrysler AG verringerten in New York im Handelsverlauf ihre Verluste deutlich. (APA/dpa-AFX)

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