Wall Street: Insiderhandel fliegt auf

20. März 2007, 13:34
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Die US-Behörden sind offenbar einem groß an­gelegten Insider-Netz­werk auf die Schliche gekommen, unter den Verdächtigen sind UBS Securities und Morgan-Stanley

New York - Die amerikanische Wertpapier- und Börsenbehörde SEC hat am Donnerstag mehrere Wall-Street-Profis und -Firmen des Insiderhandels beschuldigt. Es handelt sich nach Darstellung der Aufsichtsbehörde um einen der größten SEC-Insiderfälle gegen Wall- Street-Profis.

Die Beteiligten sollen bei Tausenden von Transaktionen mehr als 15 Millionen Dollar (11,34 Mio. Euro) "illegale" Insiderhandels-Gewinne verbucht haben. Sie hätten sich dabei auf gestohlene Informationen von UBS Securities LLC und Morgan Stanley gestützt.

Die SEC nannte in ihrer Klage acht Wall-Street-Profis, darunter einen UBS Forschungsmanager und einen Anwalt bei Morgan Stanley, zwei Makler-Händler und eine Day-Trading-Firma. Drei Hedge-Fonds wurden beschuldigt, die größte Nutznießer des Betrugs gewesen zu sein.

Vorwürfe

Den Beschuldigten wird Wertpapierbetrug vorgeworfen. Sie sollen die illegalen Gewinne zurückgeben und Geldstrafen zahlen. Die New Yorker Staatsanwaltschaft und die amerikanische Bundespolizei waren an der Untersuchung ebenfalls beteiligt.

Die Beteiligten hätten gehandelt, bevor Herauf- oder Herunterstufungen (von Wertpapieren) von UBS-Analysten oder Akquisitionsankündigungen veröffentlicht wurden. Dies ist illegal. Die Aktion mache deutlich, dass die SEC den Insider-Handel von Hedge-Fonds als wichtige Priorität im Visier habe, betonte SEC-Chef Christopher Fox. (APA/dpa)

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    Die Verdächtigen sollen bei Tausenden von Transaktionen mehr als 15 Millionen Dollar "illegale" Insiderhandels-Gewinne verbucht haben.

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