Novell: Linux-Business boomt, aber...

13. März 2007, 10:07
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Verluste in anderen Bereichen bringen den Softwarehersteller in die roten Zahlen - Umsatz leicht gesunken

Unterschiedliche Signale senden die aktuellen Quartalszahlen des US-amerikanischen Softwareherstellers Novell aus: Während das Linux-Business - in das man seine Zukunftshoffnungen setzt - mit kräftigen Zuwächsen aufwarten kann, rutscht man doch die Verluste in anderen Bereichen wieder in die roten Zahlen.

Vergleichsweise

In konkreten Zahlen sieht das dann so aus: Im Jahresvergleich reduzierte sich der Umsatz des Unternehmens von 242 auf 230 Millionen US-Dollar. So wird aus einem Plus von 4 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2006 aktuell ein Verlust von 20 Millionen US-Dollar.

Linux

Die Entwicklung des eigenen Linux-Geschäfts wird die Verantwortlichen von Novell schon eher freuen: Der Umsatz von 15 Millionen US-Dollar bedeutet ein Plus von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dazu kommen 91 Millionen US-Dollar an laufenden Lizenzzahlungen, ein Plus von 659 Prozent.

Netware

Negativ hat sich vor allem das Geschäft mit dem klassischen Novell-Betriebssystem Netware entwickelt, angesichts der aktuellen Linux-Ausrichtung kein Wunder. Das Business damit gab um 18 Prozent nach. Doch auch im Bereich Identitätsmanagement musste man mit einem aktuellen Umsatz von 24 Millionen US-Dollar einen Verlust von 7 Prozent hinnehmen.

Statement

Entsprechend zeigt sich Novell-CEO Ron Hovsepian mit den Ergebnissen zwar an sich zufrieden sieht aber auch Handlungsbedarf: "Unsere Umsetzung im Bereiche Identitätsmanagement muss sich noch verbessern".

Cash

Immerhin kann Novell auf eine solide Finanzbasis bauen: Mittlerweile hat man 1,8 Milliarden US-Dollar an Cash in der Hinterhand. Genug um in Ruhe den einen oder anderen Zukauf zu tätigen. (apo)

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Novell

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    Das Novell-Hauptquartier in Provo, Utah

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