Pjöngjang und Seoul wollen wieder getrennte Familien zusammenführen

2. März 2007, 15:03
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Zunächst Videokonferenzen, dann auch direkte Begegnungen geplant - Weiterbau an ständigem Treffpunkt

Seoul - Süd- und Nordkorea wollen nach mehr als einem halben Jahr Pause wieder direkte Kontakte zwischen getrennt lebenden Familien zulassen. Zunächst sollen in diesem Monat Videokonferenzen zwischen Angehörigen von Familien in beiden Ländern und wenige Wochen später auch wieder direkte Begegnungen stattfinden, berichteten südkoreanische Medien am Freitag vom Verhandlungsort der jüngsten "gesamtkoreanischen" Ministergespräche in Pjöngjang. Auch sollen die Bauarbeiten an einem ständigen Treffpunkt für die betroffenen Familien in Nordkorea wieder aufgenommen werden.

Die Vereinbarungen zu den humanitären Projekten sollen in einer geplanten Erklärung zum Abschluss der viertägigen Gespräche aufgenommen werden. Vor der Veröffentlichung gebe es jedoch noch Fragen zu klären, sagte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul. Den Berichten zufolge verhandeln beide Seiten unter anderem noch über den Zeitpunkt neuer Wirtschaftsgespräche, bei denen auch über Hilfslieferungen mit Reis für Nordkorea diskutiert werden soll.

Neuer Dialog mit Südkorea

Nordkorea hatte vor gut zwei Wochen bei den so genannten Sechs-Länder-Gesprächen erste Schritte zum Abbau seines Atomwaffenprogramms zugesagt und damit auch den Weg für den Dialog mit Südkorea wieder geebnet. Die stalinistische Führung in Pjöngjang hatte im Juli vorigen Jahres die Familienzusammenführungen auf Eis gelegt. Damit reagierte sie auf die Weigerung Südkoreas, wegen einer Reihe von nordkoreanischen Raketentests und eines Atomtests dann später im Oktober Reis und Düngemittel zu liefern. (APA/dpa)

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    Der Grenzübergang im Dorf Panmunjom: Nord- Und Südkorea haben sich darauf geeinigt, direkte Kontakte zwischen getrennt lebenden Familien zuzulassen.

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