Dissonanzen um Zeitschrift "Bühne"

8. März 2007, 18:03
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Interview mit Netrebko als Auslöser

Wien - Nach der Kontroverse um ein vom Magazin "Bühne" veröffentlichtes Interview mit Opernstar Anna Netrebko hat die Verlagsgruppe News am Donnerstagabend in einer Aussendung eine Überprüfung der Causa angekündigt. Oliver Voigt, Herausgeber und Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe News, bedauerte namens des Verlages, dass die Coverstory zu Dissonanzen geführt habe.

"Der gesamte Vorgang wird auf die Einhaltung der journalistischen Sorgsamkeitspflicht hin überprüft", so Voigt. Falls sich die Vorwürfe von Universal Music bestätigen sollten, werde die Verlagsgruppe "die entsprechenden Konsequenzen ziehen".

Die Plattenfirma hatte der "Bühne" vorgeworfen, das in der aktuellen Ausgabe abgedruckte Interview mit Netrebko gefälscht zu haben. Chefredakteurin Elisabeth Hirschmann-Altzinger wieß dies zurück und erklärte, das Gespräch sei bereits im April 2006 geführt und um aktuelle Bezüge zur bevorstehenden "Manon"-Premiere aktualisiert worden.

Das Magazin "Bühne" wird ab der nächsten Spielzeit nicht mehr an die Abonnenten der Wiener Staatsoper zugeschickt werden - damit distanziert sich das Haus auch vom Großteil der Berichterstattung der letzten Ausgabe, teilte sein Pressebüro am Donnerstag mit. Die inhaltliche Gestaltung der "Bühne" ist unabhängig von der Wiener Staatsoper. Die staatsoperneigene Zeitschrift "pro:log" wird weiterhin an die Abonnenten verschickt werden. (APA/red)

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