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13. März 2007, 15:50
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Uns bleibt weniger in der Brieftasche

Die OECD hat das subjektive Gefühl sehr vieler Österreicher bestätigt: Uns bleibt weniger in der Brieftasche. Die Abgabenbelastung ist in den vergangenen sieben Jahren gestiegen. Grund: Die scharfe Progression frisst Einkommenszuwächse weg bzw. bringt sogar Realeinkommensverluste. Damit ist auch Grassers "größte Steuerreform des Jahrhunderts" vollkommen verpufft.

Aber nicht nur das: Die Steuerreform hat die Progression scharf ansteigen lassen, ist also ein wichti-ger Grund für die Einkommensverluste. Finanzstaatssekretär Matznetter erklärt dazu richtig: "Die Arbeitseinkommen sind in Österreich zu hoch besteuert." Als Gegenmaßnahme wird unter Volkswirtschaftern allgemein empfohlen, die Einkommensteuern zu senken und dafür die Steuern auf Vermögen und Einkommen aus Vermögen zu erhöhen - bzw. auch diese Einkunftsarten (etwa aus Vermietung und Verpachtung) mit Sozialabgaben zu belegen. Die Lösung mancher sozialdemokratischen Politiker bestünde allerdings darin, zunächst einmal Steuern und Abgaben auf Vermögen anzuheben oder auszuweiten und auf die Senkung der Einkommensteuer ein bisserl zu vergessen. (Hans Rauscher/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2.3.2007)

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