Verpöntes "N-Wort"

1. März 2007, 18:46
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Stadtrat von New York kämpft gegen Ausdruck "Nigger"

New York - Der Stadtrat von New York hat die Bewohner der US-Millionenmetropole aufgefordert, das Schimpfwort "Nigger" aus ihrem Sprachgebrauch zu verbannen. Das Gremium verabschiedete am Mittwoch ein entsprechendes Moratorium, das allerdings rein symbolische Bedeutung und keine rechtlichen Folgen hat. In dem Text wird das Wort mit der politisch korrekten Phrase "Das Wort, das mit N beginnt" umschrieben.

Er und seine Kollegen wollten nicht schweigend zuschauen, wie "unsere Kinder sich in kultureller Ignoranz wälzen", sagte der Urheber des Textes, Stadtrat Leroy Comrie. Er forderte ein nationales Moratorium. Das Wort "Nigger" - nach Ansicht der meisten Amerikaner das beleidigendste Schimpfwort überhaupt - wird auch von vielen schwarzen Rapstars in ihren Liedern verwendet.

Comrie hatte Anfang Februar die Plattenindustrie und den Hip-Hop-Musikkanal BET aufgefordert, Stücke mit dem "N"-Wort aus dem Programm zu nehmen. In der Resolution des New Yorker Stadtrats wird auf die etymologische Herkunft des "N-Wortes" verwiesen: Es leitet sich vom lateinischen "niger" ("schwarz") ab. Erstmals schriftlich erwähnt wurde es in einem Dokument aus dem Jahre 1786, als Ausdruck, den Sklavenhalter für ihre afrikanischen Sklaven verwendeten. (Reuters, red/DER STANDARD, Printausgabe, 2. März 2007)

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