Gateway, Queue und Euro-Ticket

3. März 2007, 11:06
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Knapp zweieinhalb Stunden für die Kartenbestellung im Internet

Wien - Zwei Stunden 27 Minuten hat der Standard-Selbstversuch gedauert. Kaum mehr als ein Viertelarbeitstag, um sich für (hoffentlich) acht Tickets für EURO-2008-Spiele in Wien zu bewerben. Und sich im Internet mit Passnummern, "502 Bad Gateway Errors" und dreisprachig angeschriebenen elektronischen Warteschlangen herumzuplagen.

Bereits der Einstieg in den "Ticketing"-Bereich endet um 11.57 Uhr in dieser "Queue". 12.20: Man darf seine persönlichen Daten bekannt geben - und erkennt, dass die Reisepassnummer verlangt wird. Glücklicherweise hat die kanadische Botschaft diese von der letzten Pressereise parat. Ein Knopf gedrückt, und - die Queue. Um 12.55 Uhr geht es weiter: Man darf wieder seine persönlichen Daten eintragen, einen Knopf drücken und - starrt auf eine Fehlermeldung.

Der nächste Registrierungsversuch dauert verblüffenderweise nur Minuten. Um 13.01 ist die Kundennummer da, die Ticketwünsche sind bekannt gegeben, und ein Knopfdruck befördert den User - zum nächsten Gateway Error. Neuer Versuch, zwischen 13.09 und 14.16 darf man wieder den Wartebalken begutachten, und dann die Nachricht: "You have been locked out due to inactivity." Dabei stimmt das mit der Inaktivität gar nicht, da während der Wartezeit der fußballhassende Kollege S. genervt worden ist.

Der vierte Versuch ist von Erfolg gekrönt, wenn man davon absieht, dass man im Geklicke etwas den Überblick verloren hat, für welche Spiele man eigentlich bestellt hat. (Michael Möseneder, DER STANDARD, Printausgabe, Freitag 2. März 2007)

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