Neuer Schub für Umwelttechnik

20. März 2007, 10:42
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Österreichs Energie- und Umwelttechnikindustrie vor Weichenstellung: Kammer hilft auf Exportmärkten

Wien – Österreichs Energie- und Umwelttechnikindustrie, die in den vergangenen zehn Jahren nicht zuletzt dank der Ostöffnung zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden ist, befindet sich nach Einschätzung der Wirtschaftskammer Österreich vor einer Weichenstellung. Weil jetzt auch in den USA der Umweltgedanke einen höheren Stellenwert bekomme und auch in Asien Umweltschutz zunehmendes Gewicht erhalte, müssten Österreichs Unternehmen den Eintritt in diese Märkte wagen.

Mit Gründung des Netzwerks Umwelt- und Energietechnik International (NUI), das von der Kammer als koordinierende Stelle unterstützt wird, soll insbesondere den kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) unter die Arme gegriffen werden beim Versuch, auf nahen und ferneren Auslandsmärkten Fuß zu fassen. "86 Prozent der Unternehmen im Energie- und Umwelttechnikbereich sind KMUs. Diesen wollen wir spezielle Hilfestellung leisten2, sagte die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer, Anna Maria Hochhauser, bei der Präsentation der Initiative am Mittwochabend.

Das Potenzial sei enorm. Allein die Anpassung an EU-Umweltstandards im Südosten Europas mache in den kommenden Jahren In_vestitionen in der Größenordnung von 200 Mrd. Euro erforderlich. Österreichische Unternehmen seien führend auf dem Gebiet und entwickelten sich immer mehr zum Treiber im Export. Die Umsätze der Branche haben sich seit 1993 auf rund vier Mrd. Euro verdoppelt. (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2.3.2007)

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