Raub mit Todesfolge: 17 und 14 Jahre Haft

5. März 2007, 13:43
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92-jähriger Mann beim Geldabheben beobachtet, verfolgt und niedergeschlagen - Urteil nicht rechtskräftig

Wien - Die beiden jungen Männer, die am 4. September 2006 einen 92-jährigen Wiener beim Geldabheben in einer Filiale der "Ersten" beobachtet, verfolgt und dann mit äußerster Gewalt nieder geschlagen hatten, um in den Besitz seiner Aktentasche mit 1.100 Euro zu kommen, sind am Donnerstagabend zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Der 23-jährige Haupttäter, der dem betagten Mann mit voller Wucht auf den Kopf geschlagen hatte, wurde wegen schweren Raubes mit Todesfolge zu 17 Jahren Haft verurteilt.

Sein um ein Jahr jüngerer Komplize, der ihn zur Tatausführung ermuntert und Aufpasserdienste geleistet hatte, erhielt wegen Beteiligung am schweren Raub 14 Jahre Haft. Die Urteile des Schwurgerichts (Vorsitz: Eva Brandstetter) sind nicht rechtskräftig. Sowohl die Angeklagten als auch Staatsanwältin Julia Koffler-Pock meldeten Strafberufung an. Das Opfer des Überfalls war am 5. Oktober im Spital an den schweren Kopfverletzungen gestorben, ohne noch ein Mal das Bewusstsein erlangt zu haben. (APA)

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