Wasserstraße Donau soll tiefer werden

1. März 2007, 15:18
1 Posting

Budgetverhandlungen abgeschlossen - Umweltverträglichkeits-Prüfung für tiefere Wasserstraße läuft

Linz - Der Startschuss für Maßnahmen um bis zu 300 Mio. Euro zur Attraktivierung der Wasserstraße Donau kann fallen, die Budgetverhandlungen seien abgeschlossen, hat die zuständige Staatssekretärin Christa Kranzl erklärt.

Der "Nationale Aktionsplan" im Bereich Schifffahrt sieht vor, dass der Güterverkehr auf der Donau von derzeit 12.000 auf künftig 25.000 bis 30.000 Tonnen pro Jahr gesteigert werden solle. Dazu sei eine annähernd durchgehende Wasserstraße mit einer Tiefe von 2,7 Meter notwendig. Dabei gebe es Probleme unter anderem östlich von Wien. Für bauliche Maßnahmen - kein Ausbaggern, das ein Sinken des Grundwasserspiegels bewirken würde, sondern ein Zusammenpressen des Wassers, um dort eine größere Tiefe zu erreichen, betonte Kranzl - laufe derzeit die Umweltverträglichkeitsprüfung.

Der Aktionsplan umfasse aber nicht nur flussbauliche Maßnahmen - auch zum Hochwasserschutz - um rund 220 Mio. Euro, sondern auch ein Flottenförderungskonzept und begleitende Maßnahmen. Das seien Förderprogramme, um die Unternehmen zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Wasserstraße anzuregen, erläuterte die Staatssekretärin.

Sie argumentierte, Studien gingen von einer Zunahme des Verkehrs um zehn Prozent pro Jahr aus. Straße und Schiene würden derzeit dominieren. Doch es müssten alle Potenziale auch von Luft und Wasser ausgenützt werden, etwa durch die Attraktivierung des Gütertransportes per Schiff. (APA)

Share if you care.