Präsident nennt Israel "Personifizierung des Satans"

3. März 2007, 17:46
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Ahmadinejad im Sudan

Khartum/Teheran - Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat die israelische Regierung erneut mit drastischen Worten angegriffen. Zionisten seien "eine Personifizierung des Satans", sagte Ahmadinejad nach einem Bericht der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur IRNA während eines Staatsbesuchs im Sudan am Donnerstag. Weltweite Empörung hatte Ahmadinejad 2005 ausgelöst, als er den Holocaust der Nazis als "Märchen" bezeichnet und gefordert hatte, Israel müsse von der Landkarte getilgt werden.

"Ideologische Unterstützung"

Der iranische Präsident sicherte dem Sudan alle notwendige "ideologische Unterstützung" zu. Der Iran und der Sudan wollen ihre Zusammenarbeit bei der Ölproduktion und im Militär weiter ausdehnen und entsprechende Abkommen unterzeichnen. Das Handelsvolumen beider Staaten soll demnächst etwa 70 Millionen Dollar (53,0 Mio. Euro) erreichen.

Kurz vor dem Besuch Ahmadinejads hatte der Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs ein sudanesisches Regierungsmitglied für Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung in der Krisenregion Darfur verantwortlich gemacht. Der Iran und der Sudan werden international kritisiert. Ihnen wird vorgeworfen, radikalislamische Bewegungen zu unterstützen. Keiner der beiden Staaten hat Israel anerkannt.(APA/dpa)

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