Festival imagetanz mit Ehrgeiz

8. März 2007, 18:03
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Programmpräsentation: 13 lokale Produktionen von 6. bis 24. März im dietheater Künstlerhaus

Wien - Wie schon in den beiden vergangenen Jahren widmet sich das Festival imagetanz auch heuer wieder explizit dem heimischen choreografischen Nachwuchs. Von 6. bis 24. März werden im dietheater Künstlerhaus sowie im Rahmen einer MAK-Nite 13 Produktionen lokaler Künstler gezeigt. Damit ist das diesjährige Programm dichter denn je, wie Kuratorin Bettina Kogler bei der Präsentation heute, Donnerstag, betonte.

Eröffnet wird das Festival am Dienstag, dem 6. März, mit der Uraufführung von "Faces and Names", einer Produktion von sechs Künstlerinnen aus den Bereichen bildende Kunst, Performance, Video, Theorie und elektronische Musik, bei der es um die Verschränkung des realen Körpers mit Medienbildern geht. Im Anschluss steht eine Konzert-Performance der für ihre "minimalistischen genderfuckshows" bekannten Formation SV Damenkraft rund um die Künstlerin Katrina Daschner auf dem Programm.

100% Party

Der Bildhauer Karl Karner und die Tänzerin Linda Samaraweerova präsentieren am 9. und 10. März "Körperlichkeit und Virtuosität", ein Langzeitprojekt, das sich ausgehend von Phänomenen wie Homestories und Reality Shows mit der Wahrnehmung des Einzelnen in der Öffentlichkeit beschäftigt. Doris Uhlich führt mit "und" (14./15.3.) ihr im Vorjahr begonnenes Projekt mit Menschen zwischen 62 und 92 Jahren fort, die sie auf der Straße angesprochen hat; heuer geht es um den Körper als Fundus für Bewegungsmaterial.

Am Samstag, dem 17. März, findet wieder ein "TURBO"Abend statt: Im Rahmen der Plattform junger Tanz in Wien werden drei neue Duos und ein Radioprojekt gezeigt, die im Zug einer Residence-Woche im Dezember entstanden sind. Michikazu Matsune & David Subal, bekannt für originelle Ideen und Locations, laden am 20. März im Rahmen einer MAK Nite zu einer "100% Party" mit Mitternachtsverlosung.

Martina Ruhsam, Vlado G. Repnik, Igor Strohmajer, Stefan Messner und Valerie Plame präsentieren am 21. März "One Dollar One Dollar", eine Mischung u.a. aus Warteraum, Waschsalon, Call Center und Teststation. Wieder aufgenommen wird Moravia Naranjos überarbeitetes Solo"alien.able", das am 12. März zusammen mit einem Stück von Gabri M. Einsiedl und dem rumänischen Performer Eduard Gabia gezeigt wird.

Oper und Sex

Den Abschluss macht am 23. und 24. März "Strawberry Muffin" (23./24.3.) nach Händels "Giulio Cesare", ein "Spektakel über Oper und Sex", von Cezary Tomaszewski und Sabile Rasiti, mit Kasperltheater, Gesang, Tanz und einer Lecture Performance.

Wie im Vorjahr hat die Stadt Wien auch heuer wieder 40.000 Euro Subvention zur Verfügung gestellt, zugleich trage die 2005 installierte Nachwuchsförderung der Stadt Wien die ersten Früchte, sagte Kogler. Das Festival werde auch unter der neuen Intendanz von Haiko Pfost und Thomas Frank, die 2007/08 Christian Pronay ablösen, weiter bestehen und von ihr kuratiert werden. (APA)

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