CDU: "Berliner Ensemble keine Besserungsanstalt für Terroristen"

3. März 2007, 18:27
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Scharfe Replik auf Peymanns Solidarisierung mit RAF-Terrorist Klar

Berlin - Die CDU hat den Intendanten des Berliner Ensembles, Claus Peymann, wegen dessen Verteidigung des ehemaligen RAF-Mitglieds Christian Klar scharf kritisiert. "Dass Peymann für diesen RAF-Terroristen Partei ergreift und unsere Grundordnung als korrupt und verantwortungslos bezeichnet, ist ein absolut unwürdiges Schauspiel", erklärte der Berliner CDU-Generalsekretär Frank Henkel am Donnerstag.

"Das sind auch meine Ansichten"

Peymann hatte Klars Kapitalismuskritik in einem Grußwort an die Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin begrüßt. "Das sind auch meine Ansichten", sagte Peymann der "taz". Der Intendant erneuerte sein Angebot, Klar ein Praktikum als Bühnentechniker am Berliner Ensemble zu ermöglichen. Henkel erklärte dazu, Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit (SPD) müsse sich fragen, ob Peymann noch tragbar sei. "Das Berliner Ensemble ist jedenfalls keine Besserungsanstalt für RAF-Terroristen", erklärte der CDU-Politiker.

Was die Welt denkt

In seinen Worten an die Berliner Konferenz spreche Klar das aus, was der weitaus größte Teil der Weltbevölkerung außerhalb von Westeuropa und Amerika denke, hatte Peymann erklärt. 1986-99 leitete der durch politische Aussagen umstrittene Theatermann das Burgtheater in Wien. Im September 1977 hatte es vor dem Hintergrund der Entführung des deutschen Arbeitgeberpräsidenten Hans Martin Schleyer politischen Wirbel gegeben, weil Peymann drei Monate zuvor zu Spenden für die zahnärztliche Behandlung von Baader-Meinhof-Häftlingen aufgerufen hatte. Peymann verzichtete damals auf eine Verlängerung seines Vertrages als Leiter des Stuttgarter Schauspielhauses.(APA/dpa)

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    Kapitalismuskritiker Peymann

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