ÖVAG-Osttochter VBI verdoppelt EGT

19. März 2007, 12:55
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Volksbank International (VBI) hat 2006 ihr EGT wie vor wenigen Wochen bereits angekündigt auf 40,1 Millionen Euro beinahe verdoppelt

Wien (APA) - Die ÖVAG-Ostbankentochter Volksbank International (VBI) hat 2006 ihr EGT wie vor wenigen Wochen bereits angekündigt auf 40,1 Mio. Euro beinahe verdoppelt (+94,7 Prozent). Die Bilanzsumme stieg bis Jahresende um 52,3 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro. "Mit drei Banken - in Slowenien, Ungarn und Rumänien - haben wir die Milliardengrenze überschritten und sind in einer neuen Liga angetreten", sagte VBI-Vorstandschef Friedhelm Boschert heute, Donnerstag, bei der Bilanz-Pressekonferenz in Wien.

Insgesamt stehen Kundenforderungen der VBI-Gruppe (VBI AG und acht VBI-Banken in) von 4,3 Mrd. Euro (+50,2 Prozent) Kundenverbindlichkeiten (Einlagen) von 2,9 Mrd. Euro (+29,7 Prozent) gegenüber.

"Mit dem Erwerb der Elektron Bank in der Ukraine und der Zepter Banka in Bosnien haben wir Anfang 2007 einen weiteren Wachstumssprung geschafft und stehen jetzt bei 310 Geschäftsstellen, 4.200 Mitarbeitern und 7 Mrd. Euro Bilanzsumme", sagte Boschert. Das Closing bei den Akquisitionen in der Ukraine und Bosnien soll im April erfolgen.

Wachstumsreserven im Bankgeschäft, vor allem im CEE-Raum, gibt es es nach Ansicht Boscherts vor allem bei der Produktivität der Mitarbeiter. Als größte Wachstumstreiber sieht er in nächster Zeit Rumänien, Serbien und die Ukraine.

Bulgarien als weißer Fleck

In Bulgarien ist es den Volksbanken bisher nicht gelungen, Fuß zu fassen. "Bulgarien ist ein weißer Fleck auf unserer Landkarte, den wir gar nicht gerne sehen", sagte Boschert. "Wir sind konkret am Sondieren, welche Bank für uns passen könnte. Es sind nicht mehr viele Banken in Bulgarien vorhanden, aber die sehen wir uns an." Für den Fall, dass man heuer nicht zum Zug kommen sollte, sei eine Greenfield-Investition geplant.

Für heuer hat sich die VBI das Ziel gesetzt, die Bilanzsumme auf 7,8 Mrd. Euro zu erhöhen, die Anzahl der Filialen soll auf über 400 steigen. "Aber alleine mit der Eröffnung von Filialen lässt sich der Markt nicht erschließen, da braucht man schon mehr Köpfchen", so der VBI-Chef. So habe man bereits im vergangenen Jahr als Pilotprojekt 55 Franchise-Filialen in Rumänien eröffnet und in Tschechien im vierten Quartal 14 Bank-Shops - inzwischen seien es schon 16. Sollten sich diese Pilotprojekte als erfolgreich erweisen, werde man diese Konzepte auch in andere Länder exportieren.

Im Corporate Banking will die VBI unter anderem durch die strategische Fokussierung auf die Segmente KMU und Immobilienfinanzierung erfolgreich sein. Im Vorjahr wurde mehr als 1 Mrd. Euro Neugeschäft verbucht, "das ist Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen", betonte Boschert. "Das hat uns im vergangenen Jahr sehr viel Freude bereitet." (APA)

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