Lebensweise der Inuit "bedroht"

1. März 2007, 12:49
1 Posting

Wegen US-Ausstoß von Treibhausgasen soll Kommission angerufen werden

Washington - Als größter Verursacher von Treibhausgasen werden die USA auf der ganzen Welt kritisiert. Die Inuit, die Ureinwohner aus dem Norden Kanadas, wollen sich jetzt an die Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), welche 34 Mitglieder zählt, wenden. "Der Punkt ist, dass unsere Lebensweise bedroht ist", sagt Inuit-Sprecherin Sheila Watt-Cloutier, die zusammen mit dem früheren US-Vizepräsidenten Al Gore für den Friedensnobelpreis nominiert wurde. Die Beratungen vor der Menschenrechtskommission der 34 Mitglieder zählenden OAS sollten am Donnerstag beginnen.

Die Inuit leben in Kanada, Russland, Grönland und Alaska. Sie machen schon lange darauf aufmerksam, dass das Eis immer dünner wird, was ihre Jahrtausende alte Lebensweise bedroht. Die meisten Wissenschaftler sind sich inzwischen einig, dass die Arktis die erste Region auf der Erde sein wird, in der die vom Menschen verursachte Klimawandel zu spüren sein wird. Wenn nicht drastische Maßnahmen gegen den Ausstoß an Treibhausgasen unternommen werden, könnte das Eis der Arktis bis Ende des Jahrhunderts geschmolzen sein. Die USA sind für ein Viertel der klimaschädlichen Gase verantwortlich. (APA/AP)

Share if you care.