Synthes steigert Umsatz und Gewinn

19. März 2007, 10:33
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Ergebnis am oberen Ende der Erwartungen - Erfolg mit LCP-System - Hohe Erwartungen für 2007 - Weltweit 8.500 Beschäftigte

Solothurn - Der Schweizer Medizintechnikkonzern Synthes hat im Geschäftsjahr 2006 Umsatz und Gewinn zweistellig gesteigert. Für 2007 wird erneut ein Umsatzwachstum von über 10 Prozent angepeilt. Die Anleger reagierten positiv. Beim Umsatz legte Synthes um 15,1 Prozent auf 2,39 Mrd. Dollar zu, in Lokalwährung beträgt das Plus 14,9 Prozent, wie Synthes am Donnerstag mitteilte.

Das Betriebsergebnis nahm um 15,2 Prozent auf 762,6 Mio. Dollar zu. Unter dem Strich kletterte der Reingewinn um 16,7 Prozent auf 508,8 Mio. Dollar. Das Ergebnis liegt am oberen Rand der Analystenerwartungen. Diese hatten durchschnittlich mit einem Umsatz von 2,38 Mrd. Dollar und einem Reingewinn von 504 Mio. Dollar gerechnet. Der Verwaltungsrat beantragt eine Dividende von 0.75 (0.70) Franken.

In der wichtigsten Sparte Unfallchirurgie war das Wachstum vor allem den Zuwächsen im Bereich der LCP-Systeme für Knochenbruchbehandlungen zu verdanken.

Im Bereich Wirbelsäule sei der Umsatzzuwachs dagegen auf verschiedene Produkte abgestützt gewesen. Die Steigerung im dritten Bereich, der Gesichts- und Schädelchirurgie, sei auf ein solides Wachstum zurückzuführen, schreibt Synthes in der Mitteilung.

Beschleunigtes Wachstum

Nach Regionen betrachtet beschleunigte sich das Wachstum insbesondere in den Regionen Nordamerika und Japan. Dagegen zeichnete sich in Europa eine leichte Abschwächung ab.

Für das Geschäftsjahr 2007 rechnet Synthes erneut mit einem Umsatzwachstum im tiefen zweistelligen Bereich in Lokalwährungen, wie Unternehmenssprecher Peter Fehlmann auf Anfrage sagte. Zur Gewinnerwartung machte er keine Angaben.

Auch im laufenden Geschäftsjahr sei Synthes allerdings mit Preisreduktionen in Japan konfrontiert. Diese könnten aber voraussichtlich mit dem Volumenwachstum sehr gut aufgefangen werden.

Die 2006 in den USA zugelassene künstliche Bandscheibe ProDisc-L (Lendenwirbelsäule) habe sich im Ergebnis 2006 noch nicht positiv bemerkbar gemacht. Wie dies 2007 aussehe, hänge vor allem von der Rückerstattung in den USA ab. Die staatliche Krankenkasse Medicare werde im Rahmen der jährlichen Neubeurteilung im April/Mai einen Vorschlag unterbreiten.

An der wieder freundlicher tendierenden Schweizer Börse stieg die Synthes-Aktie bis gegen Mittag um 1,6 Prozent auf 155 Franken, der Gesamtmarkt (SMI) rückte derweilen um fast ein Prozent auf 8874 Punkte vor.

Per Ende 2006 beschäftigte Synthes weltweit 8.451 Mitarbeiter, was im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme um 824 Angestellten entspricht. Die meisten neuen Stellen wurden gemäß Angaben in den Bereichen Produktion und Vertrieb geschaffen. (APA/sda)

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