Internorm profitiert von Energiesparern

19. März 2007, 10:33
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Oberösterreichischer Fensterhersteller 2006 mit Umsatzplus von sieben Prozent auf 215 Millionen Euro - 150 neue Arbeitsplätze

Linz - Der Fensterhersteller Internorm mit Sitz in Traun bei Linz hat seinen Umsatz 2006 dank des Trends zum Energiesparen um sieben Prozent auf 215 Mio. Euro gesteigert. Der Absatz erhöhte sich um zehn Prozent auf 861.000 Fenstereinheiten. Das gaben die beiden Geschäftsführer Christian Klinger und Silvio Spiess in einer Pressekonferenz am Mittwochabend in Linz bekannt.

Den Ausbau der Werke in Sarleinsbach (Bezirk Rohrbach) in Oberösterreich und in Lannach (Bezirk Deutschlandsberg) in der Steiermark wurde 2006 abgeschlossen. Insgesamt seien mehr als 30 Mio. Euro investiert und 150 neue Arbeitsplätze geschaffen worden.

Konjunkturhoch in Mitteleuropa

Grund für das Rekordergebnis 2006 sei einerseits das Konjunkturhoch in Mitteleuropa, auch in Deutschland habe es im Vorjahr die Trendwende gegeben, meinte Spiess. Andererseits habe man eine hohe Sensibilität für Energiesparmaßnahmen verspürt, die durch die Diskussion um den Klimawandel und neue Förderungen seitens der öffentlichen Hand noch verstärkt worden sei. Der gesamte Fenstermarkt sei in Österreich im Vorjahr um zwei Prozent auf rund 2,64 Mio. Einheiten gewachsen, 60 Prozent davon wurden in der Sanierung eingesetzt. In Deutschland gab es sogar ein Plus von sieben Prozent.

Internorm habe 2006 in allen wichtigen Märkten zulegen können, so Spiess. An der Spitze lag Frankreich mit einem Absatzplus von 23 Prozent, gefolgt von Osteuropa mit 17, Deutschland mit 16, Italien mit zehn und Österreich mit acht Prozent.

Erfolg mit "Fenster-Service"

Das seit Jahresbeginn 2007 von Internorm angebotene Fenster-Service für alle Marken werde gut angenommen, sagte Spiess. Ohne große Werbung habe man schon mehr als 100 Aufträge erhalten. Bis Ende 2008 wolle man die Dienstleistung in ganz Österreich anbieten. "Wir haben ein Potenzial von 60 Mio. Fenstern erhoben", so der Internorm-Chef. Zudem sollen Rahmenverträge mit Versicherern und Wohnbaugesellschaften abgeschlossen werden.

Im laufenden Geschäftsjahr peilt das Unternehmen ein Umsatzplus von rund acht Prozent an. Treibende Kraft werde weiterhin der Trend zum Energiesparen sein. Den Fokus der Aktivitäten lege Internorm auf Westeuropa, bekräftigte Spiess, Im speziellen liege er auf Deutschland, Frankreich, Italien und England, wo es noch sehr viele einfachverglaste Fenster gebe. Zudem wolle man sich Skandinavien und die Benelux-Staaten "näher ansehen". Die "Osteuropa-Fantasie" sei dagegen nicht sehr groß, betonte Klinger: "Die Kaufkraft dort ist noch zu gering, unsere Zielgruppe ist nur eine sehr kleine Schicht der Bevölkerung." Zu den bestehenden Ost-Märkten Tschechien, Slowakei, Slowenien und Kroatien würden vorerst keine weiteren in Angriff genommen.

Internorm hat drei Produktionsstätten in Traun, Sarleinsbach und Lannach und beschäftigt aktuell rund 1.690 Mitarbeiter. Der Familienbetrieb ist eigenen Angaben zufolge Marktführer in Österreich und Europa. (APA)

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