Frankreich soll Gesetz gegen private Wettanbieter beschließen

8. März 2007, 11:33
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Österreichischer Online-Wettanbieter bwin wäre davon betroffen

Das Pariser Parlament hat soeben ein Gesetz verabschiedet, das die Aktivitäten privater, in Frankreich nicht lizenzierter Wettanbieter unterbinden soll. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Format in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Laut neuer Regelung sind die in Frankreich lukrierten Einnahmen von Glücksspielunternehmen künftig zu konfiszieren. 60.000 Euro Strafe drohen, wenn trotz Verbots Wetten angeboten werden. Zudem ist jede Form von Werbung untersagt und wird mit 30.000 Euro Bußgeld oder dem vierfachen Wert der Werbeschaltung bestraft. Vor dem Inkrafttreten des Gesetzes muss eine Notifizierung bei der Europäischen Kommission erfolgen. Auch weitere Ausführungsbestimmungen müssen zuvor erlassen werden.

Bwin betroffen

Von der neuen Bestimmung ist auch der österreichische Online-Wettanbieter bwin betroffen. Für die beiden bwin-Vorstände Manfred Bodner und Norbert Teufelberger bricht mit dem Inkrafttreten des Gesetzes Frankreich als Wettmarkt weg. Laut Analystenschätzungen erzielt bwin rund zehn Prozent seines Gesamtumsatzes in Frankreich. bwin Anwalt Thomas Talos gegenüber FORMAT: "Das Gesetz steht im Widerspruch zu den Grundsätzen der EU und ist daher gemeinschaftswidrig."(red)

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