Chronologie der Vorfälle

15. März 2007, 15:15
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Erstmals fährt der neunjährige Junge allein mit der Straßenbahn nach Hause und trifft auf den fünf Mal wegen Missbrauchs verurteilten K.

Donnerstag, 22. Februar

16.30 Uhr - Mitja verlässt den Hort im Kinderhaus "Sonnenhügel" im Leipziger Stadtteil Stahmeln, wo er die Ferienbetreuung besucht. Er geht zur Straßenbahnhaltestelle. Erstmals darf er allein mit der Bahn die zwei Stationen nach Hause fahren. Mitja steigt in die Straßenbahn ein. Er ist bereits in Begleitung seines mutmaßlichen späteren Mörders. Eine Überwachungskamera filmt Mitja, der neben K. auf einem Fensterplatz sitzt und lächelt.

17.04 Uhr - Mitja und K. gehen in eine Bäckerei. Die Verkäuferin erkennt den Mann später auf dem Bild der Überwachungskamera wieder. Sie schildert den Umgang der beiden als "vertraut". Sie ist außer dem Täter die letzte Person, die den Neunjährigen lebend sieht. Die Bäckerei ist nur knapp 100 Meter von der Wohnung des Tatverdächtigen entfernt.

20.18 Uhr - Mitjas Mutter meldet ihren Sohn beim Polizeirevier Leipzig Nord als vermisst. Die Suche der Polizei mit Hubschrauber und Hunden bleibt erfolglos.

Samstag, 24. Februar

Die Leiche des Jungen wird in der Gartenlaube von K. gefunden. Ein Gartennachbar hatte den 43-Jährigen auf dem veröffentlichten Foto aus der Straßenbahn erkannt und die Ermittler zu dessen Laube geführt.

Sonntag, 25. Februar

Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass es sich bei dem toten Buben um Mitja handelt. Als Todeszeitpunkt wird "der Donnerstagabend bis spätestens Freitagmorgen 04.00 Uhr" angenommen. Parallel läuft die Suche nach K., gegen den Haftbefehl erlassen wurde.

Dienstag, 27. Februar

Die groß angelegte Suche geht mit mehr als 150 Polizisten und einer Reiterstaffel weiter. Unterdessen wird bekannt, dass K. zwischen 1981 und 1998 bereits fünf Mal wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde. Mehrfach saß er in Haft.

Mittwoch, 28. Februar

Es wird bekannt, dass der mutmaßliche Mörder trotz mehrfacher Verurteilungen wegen Kindesmissbrauchs im Zoo einer sächsischen Schule im Schkeuditzer Stadtteil Wehlitz arbeitet. Er war dort 2001/2002 in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) und führte unter anderem Maurerarbeiten aus.

Donnerstag, 29. Februar

Der Gesuchte wirft sich gegen 00.45 Uhr vor eine Straßenbahn in Schkeuditz bei Leipzig. Er wird schwer verletzt festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. (APA)

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