Swiss Re 2006 mit Rekordgewinn

15. März 2007, 08:39
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Versicherer plant Milliarden-Aktienrückkauf

Zürich - Ein günstiger Schadenverlauf ohne Großschäden und die Übernahme des Rückversicherungsgeschäfts von General Electric haben dem Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re 2006 praktisch eine Verdoppelung des Reingewinns auf 4,56 Mrd. Franken (2,83 Mrd. Euro) ermöglicht.

Der Konzern kündigte am Donnerstag zudem ein auf drei Jahre ausgelegtes Aktienrückkaufprogramm über insgesamt sechs Mrd. Franken an. Das Programm ermöglicht es GE, die Hälfte ihres neunprozentigen Aktienpakets wieder an die Schweizer zurückzuverkaufen, das der US-Konzern als Teil der Kaufpreises für seine Rückversicherungssparte übernommen hatte.

Erhöhung der Dividende

Mit dem Gewinn lag der größte reine Rückversicherer der Welt auch deutlich über den Analystenschätzungen, die im Durchschnitt auf 3,65 Mrd. Franken gelautet hatten. Die Dividende soll auf 3,40 Franken von 2,50 Franken im Vorjahr erhöht werden.

Die verdienten Prämien erhöhten sich um zehn Prozent auf 29,52 Mrd. Franken. Dazu trug der ab der Jahresmitte konsolidierte GE-Bereich 3,5 Mrd. sFr bei. Die Integration von Insurance Solution habe höhere Synergien bei gleichzeitig weniger Kosten als erwartet gebracht, so Swiss Re weiter.

Im größten Bereich Sach- und Haftpflicht verbesserte sich nach dem Rekordschadenjahr 2005 die Profitabilität markant; der kombinierte Schaden-Kosten-Satz sank auf 90,4 von 112,3 Prozent.

Swiss Re bestätigte die Ertragsziele. Der Konzern strebt weiterhin ein Gewinnwachstum pro Aktie von zehn Prozent sowie einer Eigenkapitalrendite von 13 Prozent über den gesamten Zyklus an.

Ausstieg

GE will als Swiss Re-Aktionär ganz aussteigen. Die andere Hälfte des Aktienpakets wird mit Hilfe eines Bankenkonsortiums im Markt platziert. Diese Transaktion wird durch den Rekordgewinn von Swiss Re mit Sicherheit erleichtert.

Swiss Re rechnet durch die IS-Integration nun bis Ende 2008 mit Kostensynergien von mindestens 460 Mio. Franken vor Steuern statt der ursprünglich veranschlagten 390 Mio. Franken. Die einmaligen Restrukturierungskosten dürften unter den ursprünglich angesetzten 325 Mio. sFr zu liegen kommen; nach 260 Mio. sFr im Jahr 2006 erwartet Swiss Re für das laufende Jahr noch weniger als 50 Mio. sFr. Die Konsolidierung der IT-Infrastruktur bringt 42 Mio. sFr Einsparungen.

Swiss Re hat die Rechnungslegung 2006 auf den Standard US-GAAP umgestellt und die Vergleichszahlen 2005 angepasst. (APA/Reuters)

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