"Pille danach" wird wahrscheinlich rezeptfrei

19. März 2007, 12:33
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Positive Stellungnahme des Obersten Sanitätsrates: Chancen für das Präparat "Vikela" als Ausweg im Notfall stehen gut

Saalfelden - Eine wesentliche Erleichterung für Frauen, die eine Notfalls-Kontrazeption benötigen: Die "Pille danach", jenes Gestagen-Präparat, das nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft zeitlich begrenzt mit mit hoher Sicherheit verhindert, wird in Österreich wahrscheinlich rezeptfrei erhältlich. "Wir haben uns im Obersten Sanitätsrat sehr positiv damit beschäftigt", bestätigte am Mittwoch bei der Wissenschaftlichen Fortbildungswoche der Österreichischen Apothekerkammer in Saalfelden in Salzburg (bis 2. März) der Grazer Gastroenterologe Günter Krejs (Medizinische Universität).

Ausweg im Notfall

Gynäkologin Doris Gruber von der Universitäts-Frauenklinik in Wien meint dazu: "Die Chancen stehen gut, dass 'Vikela' rezeptfrei wird. Die Daten aus anderen Ländern sind sehr ermutigend. Das Gestagen ist gut verträglich. Man wird daran nicht herum kommen. Auch in den USA ist die 'Pille danach' jetzt rezeptfrei." Dort allerdings wurde zu der skurrilen Regelung gegriffen, dass die Rezeptfreiheit nur für Frauen ab 18 besteht. Krejs und die Gynäkologin betonten, dass eine Rezeptfreiheit der "Pille danach" nur dann einen Sinn mache, wenn sie für alle Frauen gelte. Sonst helfe das vielen Betroffenen in Konfliktsituationen kaum. Freilich sollte das Medikament nur als Ausweg im Notfall verwendet werden. (APA/red)

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Pille danach ist keine Abtreibungspille"
Es gibt viel Aufklärungsbedarf zur "Pille danach", sagen ExpertInnen und fordern deren rezeptfreie Abgabe - dieStandard.at recherchierte zum Stand der Dinge
  • Die Chancen stehen gut, dass "Vikela", eine "Pille danach", rezeptfrei wird.
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