Deutsche Telekom vor Arbeitskampf

8. März 2007, 11:30
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Telekom-Aufsichtsrat billigt Reformpläne von Obermann - Gewerkschaft kündigt Widerstand an

Bonn - Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat gegen den Willen der Arbeitnehmerseite grünes Licht für die geplante Ausgliederung von Zehntausenden Service-Mitarbeitern in Konzern-eigene Gesellschaften gegeben. Ein Telekom-Sprecher sagte am Mittwoch nach der Sitzung, nun sollten schnellstmöglich Gespräche mit den Gewerkschaften aufgenommen werden. Die Deutsche Telekom legt heute, Donnerstag, ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2006 vor. Neben den Zahlen wird Vorstandschef Rene Obermann seine künftige Strategie näher erläutern.

Es bleibe bei dem Ziel von Obermann, mindestens 45.000 Service-Mitarbeiter aus der Festnetzsparte T-Com auszugliedern, um Personalkosten zu senken. Wie viele Beschäftigte genau in die neue Einheit T-Service mit anderen Tarifbedingungen transferiert werden sollen, sagte der Sprecher nicht.

Die Festnetzsparte T-Com ist unter dem Druck des Wettbewerbs. Im vergangenen Jahr hatte sie mehr als zwei Millionen Telefonanschluss-Kunden verloren. Die Beschäftigten sollen nach den Vorstellungen der Telekom weniger verdienen. Die Arbeitszeit soll auf mindestens 38 Stunden von derzeit 34 Stunden verlängert werden. Damit will der Konzern konkurrenzfähiger werden (APA/Reuters/dpa)

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