Neue Korruptionsvorwürfe gegen Olmert

2. März 2007, 13:02
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Bericht über Begünstigung von Freunden aus dem Likud während Amtszeit als Handelsminister

Tel Aviv - Israels Ministerpräsident Ehud Olmert sieht sich neuen Korruptionsvorwürfen ausgesetzt. Der Fernsehsender "Kanal 10" berichtete am Mittwochabend über Dokumente, denen zufolge Olmert während seiner Zeit als Handelsminister zahlreiche Freunde aus seiner damaligen Partei Likud begünstigt haben soll. Nach Recherchen des Senders soll Olmert seinen Einfluss auf Behörden und Unternehmen genutzt haben, um Parteifreunden günstige Konditionen beispielsweise bei der Einstellung ausländischer Arbeiter zu verschaffen.

Bank privatisiert

Die Regierung Olmert wird bereits von einer Reihe von Korruptionsskandalen belastet. Olmert selbst wird schon seit längerem verdächtigt, bei der Privatisierung einer Bank Bedingungen zu Gunsten befreundeter Geschäftsleute geändert zu haben. Er hat alle Vorwürfe zurückgewiesen.

Olmerts Ex-Justizminister Haim Ramon wurde Ende Jänner wegen sexueller Belästigung einer jungen Offizierin schuldig gesprochen. Staatspräsident Moshe Katzav lässt sein Amt ruhen, weil ihm eine Anklage wegen Vergewaltigung droht. Olmerts Büroleiterin Shula Zaken wurde Mitte Februar wegen Korruptionsverdachts für sechs Monate vom Amt suspendiert. (red/APA/dpa)

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