Die ersten heimischen Teilnehmer

1. März 2007, 07:55
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"documenta"-Leiter Roger M. Buergel lud unter anderem Simon Wachsmuth, Peter Friedl und Olga Neuwirth ein

Kassel/Wien - Roger M. Buergel, Leiter der documenta 12, macht zwar viele Worte. Aber was die Liste der eingeladenen Künstler betrifft, gibt sich der Wahlwiener nach wie vor zugeknöpft. Von den österreichischen Teilnehmern war bisher nur Gerwald Rockenschaub bekannt.

Es werden aber zumindest sechs heimische Künstlerinnen und Künstler ab 16. Juni ihre Arbeiten in Kassel präsentieren dürfen - darunter Ines Doujak, 1959 in Klagenfurt geboren, und die Komponistin Olga Neuwirth, geboren 1968 in Graz, die ihre Einladung gegenüber dem STANDARD zwar bestätigt, aber noch keine Details preisgeben darf.

Ines Doujak wurde bis vor Kurzem von Theresa Hohenlohe betreut. Die Wiener Galeristin hat insgesamt vier documenta-Künstler unter Vertrag: Den zumeist in Berlin lebenden Peter Friedl, 1960 in Oberneukirchen (Oberösterreich) geboren, und den in Wien lebenden Simon Wachsmuth, geboren 1964 in Hamburg, der eine Installation mit Film vorbereitet, sowie Andrea Geyer, 1971 in Freiburg geboren, und Imogen Stidworthy. Die Britin, geboren 1963 in Liverpool, beschäftigt sich in ihren Filmen und Videos mit der räumlichen und akustischen Dimension von Sprache.

Zwei Künstler werden von den Galeristinnen Helga Krobath / Barbara Wimmer vertreten: Florian Pumhösl, 1971 in Wien geboren, sowie der tschechische Konzeptualist Jirí Kovanda.

In der von Buergel und seiner Frau Ruth Noack kuratierten Ausstellung "Die Regierung. Paradiesische Handlungsräume" im Frühjahr 2005 in der Secession waren neben Lisl Ponger, Maja Bajevic, James Coleman, Danica Dakic, Olivier Zabat und anderen auch Ines Doujak, Peter Friedl und Andrea Geyer vertreten. Die Nähe zur Secession ist auffällig: Rockenschaub und Wachsmuth sind Mitglieder, Ines Doujak, Florian Pumhösl und Andrea Geyer bestritten in den letzten Jahren Einzelausstellungen.

Georg Kargl hat außer Gerwald Rockenschaub keinen weiteren documenta-Künstler unter Vertrag. Aber Andreas Fogarasi wurde als Vertreter Ungarns bei der Biennale Venedig ausgewählt, die eine Woche vor der documenta beginnt: Er erweitert sein Projekt "Kultur und Freizeit", das er in der Georg Kargl Box präsentiert hatte. (Thomas Trenkler / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1.3.2007)

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    Olga Neuwirth

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