Wider die Normalität

1. März 2007, 09:05
3 Postings

Die kleine Schanze ist selten geworden - Aus der Normalschanze ist quasi eine "Abnormal­schanze" geworden

Sapporo - Die Normalschanze ist eine "Abnormalschanze" geworden, DER STANDARD bedauert diesen Wortwitz. Im Weltcup wird aber seit Jahren schon ausschließlich von großen Bakken gehupft. Zuschauer, Fernsehanstalten und auch die Athleten bevorzugen nämlich weite Flüge. Dies zur Erklärung des Scherzes.

Lediglich bei Großveranstaltungen (Olympia, WM) legt man noch Wert auf diese vom Aussterben bedrohte Kleinigkeit, da nur zwei Konkurrenzen (Einzel und Team) für so viele Skispringer ein zu mageres Programm wären.

Am Samstag (10 Uhr) wird in Sapporo also normal (kurz) gesprungen, im Training schaffte der Schweizer Simon Amman, seit fünf Tagen Weltmeister auf der gewohnten großen Schanze, 99 Meter. Am Mittwoch konnte windbedingt nicht gearbeitet werden, auch der dichte Schneefall hätte zu sehr gestört.

ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner hat sich trotzdem auf zwei Fixstarter festgelegt, es handelt sich logischerweise um Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer. Die Entscheidung um die letzten beiden Plätze wird, ein halbwegs reguläres Training vorausgesetzt, am Donnerstag fallen. Martin Koch, Andreas Kofler, Mario Innauer und Wolfgang Loitzl sind die vier Kandidaten. "Morgenstern und Schlierenzauer können sich jetzt in Ruhe auf den Wettbewerb vorbereiten und auch noch etwas ausprobieren. In unserem Viererpaket um die letzten zwei Plätze ist wirklich noch alles offen", sagte Pointner.

Trotz der internen Konkurrenz und der bevorstehenden Halbierung sei die Stimmung, so der Cheftrainer, "großartig. Das war nach dem Teamgold auch nicht anders zu erwarten. Wir können entspannt ans Werk gehen". (DER STANDARD, Printausgabe, Donnerstag, 1. März 2007, red, APA)

Share if you care.