Spekulationen um angebliche Verkaufspläne für Süddeutschen Verlag

5. März 2007, 13:41
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Laut "Financial Times" - Entscheidung allerdings noch nicht endgültig

Die "Süddeutsche Zeitung", die zu 49 Prozent am STANDARD beteiligt ist, könnte nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) womöglich einen neuen Eigentümer erhalten. Die Gesellschafter des Münchener Verlags hätten aber noch nicht endgültig darüber entschieden, berichtete die Zeitung (Mittwochausgabe) unter Berufung auf mögliche Interessenten.

Aus dem Büro der Gesellschafterversammlung verlautete dazu lediglich, bei einer Gesellschafterversammlung am Mittwoch sei das Thema eines möglichen Anteilsverkaufs nicht behandelt worden. Zu dem "FTD"- Bericht gab es keine Stellungnahme.

Finanzinvestoren als Interessenten

Dem Bericht zufolge zählen vor allem Finanzinvestoren zum Kreis der Interessenten. Der Süddeutsche Verlag wird von fünf Familien und der Südwestdeutschen Medien Holding kontrolliert, die 18,75 Prozent hält. Unter Berufung auf Finanzkreise schrieb die "FTD", die Eigner erhofften sich einen Verkaufspreis zwischen 800 Mio. und einer Milliarde Euro. Diese Vorstellungen gälten als "ambitioniert", da in der Bilanz noch eine Reihe von Verpflichtungen, Rückstellungen und Risiken stecke. Hinzu komme, dass die Bewertung auf zweistelligen Umsatzzuwächsen in den kommenden Jahren beruhe.

Im vergangenen Jahr habe der Verlag bei steigenden Umsätzen einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 77 Mio. Euro erwirtschaftet, hieß es. Beim Verlag wurde diese Größenordnung am Mittwoch bestätigt. (APA)

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