Ticket-Verkauf wurde gestartet

3. März 2007, 11:04
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Klagenfurter zunächst mit der größten Chance auf Karten, Vorsprung in der Lotterie für die "lo­kale Bevölkerung"

Basel/Wien - Mama und Papa, Oma und Opa, Onkel und Tante, sie alle werden da und dort herhalten müssen, denn seit Donnerstag Mittag läuft über euro2008.com der Ticketverkauf für die EURO 2008. Eine Person kann sich nur einmal für bis zu vier Tickets einer Partie bewerben - wenn sich auch die Verwandtschaft bewirbt, mehrt das klarerweise die Chancen. Schließlich läuft die erste Anmeldungsphase bis 31. März, dann findet eine Verlosung statt, Ende April werden die Gewinner verständigt.

Ein Drittel der 1,05 Millionen Tickets wird zunächst aufgelegt, erwartet wird, dass alle Spiele überbucht sind, nicht nur jene Österreichs und der Schweiz mit Fixtermin. Sollte ein Spiel aus der Reihe tanzen, beginnt am 1. Juni eine zweite Verlosungsphase. Teilnehmen dürfen Personen ab 18, bezahlt werden kann mit Kreditkarte, aber auch beispielsweise per Überweisung. In der Gruppenphase kosten die Karten 45, 80 und 110 Euro, das teuerste Ticket für das Finale am 29. Juni in Wien kostet 550 Euro.

Statistisch gesehen die größten Chancen, eines der Tickets für das Turnier von 7. bis 29. Juni 2008 zu ergattern, haben die Einwohner von Klagenfurt. In den Host-City-Verträgen (Wien, Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck) wurde der "lokalen Bevölkerung" ein Vorkaufsrecht für 750 Tickets zugestanden. Wer in diesen Genuss kommt, haben die Städte selbst festgelegt: In Klagenfurt, der kleinsten österreichischen Spiel-Stätte, haben etwa nur die Stadt-Bewohner einen Vorteil. Salzburg hat Wals-Siezenheim, wo das EM-Stadion steht, miteinbezogen, für Innsbruck gelten alle Tiroler als lokale Bevölkerung.

Die Städte haben der EURO 2008 bereits die Postleitzahlen übermittelt, die für diese Phase herangezogen werden. Bei der Lotterie im April werden zunächst diese Tickets ausgelost, und wer kein Glück hat, kriegt in der allgemeinen Verlosung eine zweite Chance.

Nach der Gruppenauslosung (2. Dezember) steht fest, welche Teams wann wo spielen werden, dann tritt das Ticketing mit der Zuteilung der nationalen Kontingente in die nächste Phase. Jedem Verband werden für Spiele seines Teams zwanzig Prozent der Eintrittskarten zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus laufen bereits die ersten Ticket-Gewinnspiele von EM-Sponsoren. Falls alle Verwandten leer ausgehen, bleibt wohl Ebay als letzte Hoffnung, dort wird sich es am Ende abspielen, frage nicht. (DER STANDARD, Printausgabe, Donnerstag, 1. März 2007, fri, APA)

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    Achtung! Kaufen Sie ihre Tickets auf keinen Fall bei dubios aussehenden Figuren am Schwarzmarkt.

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    Der Run auf die Tickets hat begonnen.

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