Huber will 150 Millionen jährlich einsparen

20. März 2007, 17:00
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ÖBB-Chef will die "kreativen Ansätze" privater Unternehmen zur Kostenreduktion nutzen - "PPP-Teststrecke" in Planung

Wien - Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wollen unter anderem durch die Einbindung privater Anbieter jährlich 150 Mio. Euro beim Schienenausbau sparen und das eingesparte Geld gleich wieder in neue Bauprojekte investieren. Das sagte ÖBB-Chef Martin Huber im Interview mit dem morgen erscheinenden Infomagazin "News". Vorerst soll dieses "PPP-Modell" (Private-Public-Partnership) an einer Teststrecke ausprobiert werden. Welches Bauvorhaben das sein wird, steht laut ÖBB-Angaben noch nicht fest.

Konkret sollen "kreative Ansätze privater Unternehmen bei Planung, Errichtung und Instandhaltung Kosten einsparen", so der ÖBB-Holding-Vorstand, der vor seinem Bahnjob Manager beim Baukonzern Porr war. Außerdem hofft er, dass die Privaten bei einem derartigen Modell den Preisdruck auf die Subunternehmer erhöhen werden. Um eine Kostenexplosion zu verhindern sollen die Ausgaben gedeckelt werden, das Risiko trage dann der Unternehmer. Ein PPP-Modell für Bahnhöfe sei nicht geplant.

Erst am Montag ist der Spatenstich für Österreichs erste "PPP-Autobahn" - die Nordautobahn (A5) zwischen Wien und Mistelbach - erfolgt. Im Vorfeld hatte es von den unterlegenen Anbietern Vorwürfe gegeben, dass die Ausscheibung und Vergabe des Projekts nicht gesetzeskonform gelaufen sind. Allerdings einigten sich daraufhin Sieger und Verlierer, das Projekt gemeinsam zu bauen, wodurch Klagsdrohungen vom Tisch waren. (APA)

  • Martin Huber
    foto: standard/regine hendrich

    Martin Huber

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