Samo Kobenter wechselt vom STANDARD ins Bundeskanzleramt

4. April 2007, 12:38
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Für "Medienarbeit und Medienbetreuung im weitesten Sinn" zuständig - Vor Umstrukturierungen beim Bundespressedienst

Samo Kobenter, langjähriger Innenpolitik-Redakteur und Betriebsratsobmann des STANDARD, wechselt die Seiten und arbeitet ab April im Bundeskanzleramt. Sein Dienstverhältnis mit dem STANDARD hat Kobenter einvernehmlich gelöst. Er werde künftig auf Werkvertragsbasis im Bundeskanzleramt für "Medienarbeit und Medienbetreuung im weitesten Sinn" zuständig sein, so der Journalist.

Nach APA-Informationen steht der Bundespressedienst (BPD) vor einer Neuordnung und könnte wieder zu einer eigenen Sektion umstrukturiert werden. Kobenter sei demnach als künftiger und neuer Sektionsleiter des Bundespressedienstes vorgesehen, war zu hören. Kobenter selbst will davon aber noch nichts gehört haben: "Mit mir hat darüber niemand gesprochen." Ob er sich im Falle einer Ausschreibung als Sektionsleiter des Bundespressedienstes bewerben würde? "Darüber habe ich mir noch nicht den Kopf zerbrochen", sagte der Journalist.

Bundespressedienst von Schüssel neu organisiert

Der Bundespressedienst wurde im Mai 2003 unter dem damaligen VP-Kanzler Wolfgang Schüssel neu organisiert. Die Aktivitäten und verschiedenen Abteilungen des staatlichen Pressedienstes wurden seit damals nicht mehr in einer eigenen Sektion zusammengefasst, sondern in das von Manfred Matzka geleitete Präsidium des Bundeskanzleramtes integriert. Dort wurde der Bundespressedienst in die Abteilungen "Presseabteilung", "Pressebetreuung, Medienarbeit", "Informationsinitiativen, Übersetzungen" und "Bürgerservice" untergliedert. Die "Presseabteilung", für alle inhaltlichen Agenden des BPD zuständig, wurde als einziger Bereich direkt Bundeskanzler Schüssel unterstellt.

Die Maßnahme diente unter anderem dazu, wichtige Funktionen im Bundespressedienst neu zu besetzen und die damalige SP-nahe Leiterin der Sektion, Maria Stoppacher, teilweise zu entmachten. Die inhaltlich relevante "Presseabteilung" wird seit 2003 von Helmut Wohnout, dem ehemaligen Kabinettschef des früheren Kunst- und Medien-Staatssekretärs Franz Morak (V) geleitet. Wohnout sollte nun ursprünglich Leiter der Kunstsektion im Bundeskanzleramt werden, wurde in dieser Funktion, mit der er seit November provisorisch betraut war, erst vor wenigen Tagen von Bildungsministerin Claudia Schmied (S) abberufen. Die Kunstsektion wechselt vom Kanzleramt ins Bildungsministerium. Wohnout bleibt als Abteilungsleiter im Kanzleramt.

Der Bundespressedienst ist als offizieller Informationsdienst der Republik für Österreichs Öffentlichkeitsarbeit zuständig und produziert entsprechendes Informationsmaterial. Unter anderem kümmert man sich um den Internet-Auftritt der Republik (austria.gv.at), versorgt Österreichs Botschaften sowie die Außenhandelsstellen mit einem Österreich-Pressespiegel und beobachtet die ausländische Berichterstattung über die Alpenrepublik. (APA)

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    foto: standard/cremer

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