
Ganz Feldbach war in das Projekt involviert: Für die SchülerInnen der unterschiedlichen Schulen, BeamtInnen, PolizistInnen - bis hin zum Priester wurden in Workshops angeboten. Auch interkulturelle Kochabende und Konzerte gehörten mit zum Programm.

Der Andrang war groß, erzählt Karin Bischof vom Antirassismusverein ZARA: "Fast alle Workshops waren überbucht."

Auch die Kleinsten waren begeistert vom Programm: Fast ein Drittel der kleinen ZuschauerInnen sah sich die Kinder-Vorstellung "Auch Kinder haben Rechte, oder?" mehrmals an.

Das Thema Diskriminierung von AusländerInnen wird in dem Theaterstück feinfühlig eingearbeitet: So ist auch nicht Alev, die türkische Schülerin, von vornherein Opfer von Hänseleien, sondern die neue Schülerin Lena und "Brillenschlange" Edi. Denn schließlich ist die Herkunft nicht die einzige Differenz, aufgrund derer diskriminiert wird - aber eben auch eine wichtige.
In dem Theaterstück geht um die Kinderrechte, wie sie in der UNO-Kinderrechtskonvention verankert sind. Für die Projektwoche in Feldbach wurde es adaptiert, mit Alev ist eine türkische Schülerin als neue Figur aufgenommen worden. "Schließlich geht es auch bei dem Thema ja um Kinderrechte, wie etwa das Recht auf Gleichheit", meint Christoph Rabl, der das Stück konzipiert hat.
Das Thema Diskriminierung von AusländerInnen ist feinfühlig eingearbeitet, nicht Alev ist von vornherein Opfer von Hänseleien, sondern die neue Schülerin Lena und "Brillenschlange" Edi. Gleich von Anfang an ist damit klar, worum es denn bei Diskriminierungen im Alltag ganz konkret geht.
Von Beamten über Priester bis zu SchülerInnen
Aber nicht nur für die Kleinsten gibt es in dieser Woche Programm. Vom Beamten der Bezirkshauptmannschaft über Priester bis hin zu den SchülerInnen der unterschiedlichen Schulen werden Workshops angeboten. Der Großteil der Seminare wird vom Antirassismusverein ZARA gemacht, selbst Projektpartner, über den Islam referiert die "Muslimische Jugend Österreich".
Alle BewohnerInnen sind natürlich nicht begeistert von der Projektwoche. Auf die Frage, ob er denn auch an einem Workshop teilnimmt, antwortet ein Polizist sichtlich verärgert: "Zwangsverpflichtet, aber ohne Interesse." Dass das Interesse insgesamt groß ist, zeigt der Andrang: "Fast alle Workshops sind überbucht, manche Leute mussten wir mit Absagen enttäuschen, denn allzugroße Gruppen machen einfach keinen Sinn", erzählt Karin Bischof, Pressesprecherin von ZARA.
Eigene Dynamik
Zum Teil bekam die Sache eine eigene Dynamik. Die Zonta-Frauen (Rotary- ähnlicher Club) gingen auf kurdische Frauen zu und schlugen einen gemeinsamen Kochabend vor. Letztlich fanden zwei "interkulturelle Kochabende" in verschiedenen Gemeinden statt. Auf dem Menü: Backhendl und gefüllte Weinblätter. In einer anderen Gemeinde erfuhren Frauen aus dem Kirchenumfeld von dem Kinder- und Jugendtheater und übernahmen die Bewerbung. Das Ergebnis: Innerhalb eines Tages hatten sie einen Bus mit fast 50 SchülerInnen gefüllt.
Sichtlich erschöpft treffen sich die TrainerInnen abends in ihrem Hotel. Aber auch wenn sie so manche Schulklasse an den Rand ihrer Möglichkeiten gebracht hat, wirken sie begeistert. Denn wann hat es das schon einmal gegeben, dass ein ganzer Bezirk Workshops bucht? (Von Sonja Fercher aus Feldbach/derStandard.at, 28.2.2007)
ja, das ist sicher eine gute initiative ... nur, nützt's was? wen erreicht man damit? wahrscheinlich die, die das ohnehin super finden. dann treffen sich halt leute gleicher meinung und man geht dann wieder bestärkt auseinander. naja, ich will das nicht schlecht reden, aber irgendwie bin ich dieser art von bemühten veranstaltungen gegenüber eher skeptisch. andererseits, was bleibt uns über? wenn wir in zukunft nicht überrollt werden wollen, müssen wir beizeiten versuchen uns zu arrangieren. ob das klappt??
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