NXP bringt optimierten USB-Port für Mobiltelefone

8. März 2007, 11:26
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Energiesparende Technik mit On-The-Go-Funktion - Technik soll USB-Verbreitung am Handy steigern

Das Halbleiterunternehmen NXP Semiconductors hat einen Transceiver für USB-Ports entwickelt, der speziell für den Einsatz in Handys konstruiert worden ist. Bislang scheuten Handyhersteller vor der Integration von USB in ihren Geräten zurück, da die Ports als zu sperrig und zu energiehungrig galten. "Wir haben unser Ultra Low Pin Interface speziell für Mobiltelefone weiterentwickelt. So kann sowohl Platz als auch Strom gespart werden", erläutert Tee Chee Yen, Technischer Marketingmanager bei NXP. Mit dieser Technik soll der Universal Serial Bus in Handys eine größere Verbreitung finden.

Stecker

Die USB-Technik stellte bisher portable, via Akku mit Energie versorgte Endgeräte wegen ihres kontinuierlichen Strombedarfs vor Probleme. USB-Geräte fragen ständig ab, ob sich an ihrem Port etwas getan hat. Dadurch sind sie Plug-and-Play-fähig und können im Betrieb miteinander verbunden werden. Der neue Transceiver aus dem Hause NXP stellt den elektrischen Teil des USB bis zum Steckverbinder dar. Die Datenübertragung und Protokollierung übernimmt der Prozessorteil in der Handy-Elektronik. Wird der Port nicht benutzt, soll er Strom von lediglich einem halben Mikro-Ampere aufnehmen.

Probleme

"Ist das Handy an einem PC angeschlossen, so stellt der Energiebedarf kein Problem dar, da das Gerät via Computer versorgt wird. Sobald es jedoch mit einem anderen USB-Gerät ohne Stromversorgung verbunden werden soll, müssen entsprechende Lösungen umgesetzt werden", so Yen. Die Chips unterstützen alle relevanten USB-Funktionen von USB 1.1 bis 2.0 und auch "On-the-Go" (OTG) für die direkte Datenübertragung zwischen zwei Geräten. "Unsere technische Lösung ermöglicht es dem Handy, als Master zu agieren. Man kann es beispielsweise mit der Digitalkamera verbinden und die Bilder ohne Rechner direkt auf den internen Speicher des Mobiltelefons laden", führt Yen aus.

Testmuster

NXP liefert derzeit Muster der Komponenten an seine Kunden aus. Bis April 2007 soll die Serienfertigung aufgenommen werden. Preislich bewegen sich die Chips bei 1,10 Dollar. Yen geht davon aus, dass die ersten Geräte mit der NXP-Technologie in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres auf den Markt kommen. (pte)

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