Wiener Knochen-Forscher in Deutschland ausgezeichnet

7. März 2007, 13:43
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Copp-Preis 2007 für Herwig Peterlik

Wien - Herwig Peterlik, Leiter der Arbeitsgruppe Streuung und Spektroskopie der Fakultät für Physik an der Universität Wien erhält am Freitag den "Copp-Preis 2007" der Deutschen Gesellschaft für Osteologie überreicht. Die Gesellschaft hält derzeit eine Tagung in Wien ab. Peterlik erhält die mit mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung für seine Forschungen über die Knochenstruktur beim Menschen, heißt es in einer Aussendung der Uni Wien.

Peterlik fand gemeinsam mit einem Team der Uni Wien, des Ludwig Boltzmann-Instituts für Osteologie und des deutschen Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung heraus, dass bei einem Knochenbruch die Orientierung der Kollagenfasern von entscheidender Bedeutung ist. Für Risse in Kollagenfaserrichtung ist nur eine geringe Bruchenergie erforderlich, der Knochen ist spröde. Ab etwa einem Winkel der Kollagenfasern von 50 Grad quer zur Rissausbreitungsrichtung steigt die für einen Bruch nötige Energie dagegen sprunghaft an. Das Wissen um die Kollagenfasern ist auch für die Entwicklung von technischen Verbundstoffen von Bedeutung.(APA)

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