Handy übernimmt Rechnung bei McDonalds

8. März 2007, 11:30
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Japan: Mobilfunkanbieter DoCoMo kooperiert mit Fastfood-Kette

Japanische Fastfood-Liebhaber können ihre Rechnung in Zukunft via Handy begleichen. Der Mobilfunkbetreiber NTT DoCoMo plant eine Kooperation mit McDonalds, um den Kunden eine elektronische Bezahlung der Burger zu ermöglichen. Zudem soll es spezielle Promotion-Aktionen für die Handy-Nutzer geben. Der Einsatz von Handys als Zahlungsmittel erfreut sich in Japan bereits großer Beliebtheit und bietet den Unternehmen einen Markt mit großem Wachstumspotenzial.

Wichtige Partnerschaften

Für die Mobilfunkanbieter sind Partnerschaften wie die mit McDonalds besonders wichtig, weil sie den Weg zum Erfolg von elektronischen Bezahlsystemen ebnen. Japanische Handy-Nutzer nehmen derzeit fast so etwas wie eine Vorreiterrolle auf diesem Gebiet ein. "Hierzulande ist mobiles Bezahlen derzeit kein Thema und nicht geplant. Was aber nicht heißen soll, dass es in Zukunft nicht auch bei uns diese Möglichkeit geben könnte", heißt es von McDonalds Österreich, auf Nachfrage von pressetext.

Essverhalten

Die Kooperation zwischen DoCoMo und McDonalds Japan könnte auch Marketingzwecken dienlich sein und Aufschluss über die Essgewohnheiten der Kunden geben. Zunehmend mehr Mobilfunkbetreiber experimentieren mit den Möglichkeiten elektronischer Bezahlmethoden. In Europa können bei einigen Bahnunternehmen mittlerweile Zugtickets auch übers Handy bestellt und bezahlt werden. Dazu muss der Fahrgast seine Bahnkarte im Internet ordern und bekommt diese dann in Form eines Barcodes auf sein Mobiltelefon gesendet. In Großbritannien beispielsweise werden die Codes an speziellen Kontrollschranken eingelesen und der Fahrgast bekommt Zutritt zu seinem Zug. In Österreich tippt der Zugbegleiter den Code direkt in ein mobiles Gerät ein und überprüft so die Gültigkeit des Tickets.

Wie eine Kreditkarte

DoCoMo hat einen Dienst entwickelt, der es den Nutzern ermöglicht, ihre Handys wie eine Kreditkarte zu benutzen. Der Service funktioniert über ein Pre-Paid-System, bei dem die Kunden via Internet eine bestimmte Summe auf das Telefon laden können. Danach werden Rechnungen, die mit dem Handy bezahlt wurden, einfach von dem Kontingent abgebucht. Die Kooperation mit McDonalds soll im Juli starten. Das Joint Venture, von dem der Fastfood-Konzern 70 Prozent halten wird, umfasst einen Wert von knapp zwei Mio. Euro. (pte)

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