Chrysler bietet 100.000 für Freiwillige

12. März 2007, 12:27
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Der schwer angeschla­gene Autobauer will mit Abfindungsprämien 9.000 seiner Mitarbeiter den Abgang schmackhaft machen

Auburn Hills - Die Chrysler Group hat ihren US-Arbeitern Vorruhestands- und Abfindungsangebote von bis zu 100.000 Dollar (75.586 Euro) gemacht. Dies gab die US-Sparte von DaimlerChrysler am Dienstagabend bekannt. Das Unternehmen will so 9.000 seiner knapp 50.000 US-Arbeiter zur Auflösung ihrer Verträge bewegen.

Die Gesellschaft hatte bereits ihren Arbeitern in Kanada Auflösungsverträge angeboten. Dort sollen 2.000 Stellen abgebaut werden. In den USA hatten Chrysler-Angestellte bereits ihrerseits Abfindungs- und Vorruhestandsofferte erhalten, um 2.000 Arbeitsplätze zu räumen. Chrysler will in den USA und Kanada insgesamt 13.000 Stellen abbauen und die Zahl der Mitarbeiter damit auf rund 70.000 reduzieren.

Volle Ansprüche

Chrysler will US-Arbeitern mit mindestens 30 Jahren Betriebszugehörigkeit beziehungsweise Arbeitern, die bestimmte Alters- und Betriebszugehörigkeits-Bedingungen erfüllen, 70.000 Dollar offerieren. Sie behalten ihre vollen Pensions- und Krankenversicherungsansprüche. Arbeiter mit mindestens einem Jahr Betriebszugehörigkeit sollen 100.000 Dollar und sechsmonatige Krankenversicherungsleistungen erhalten, falls sie gehen.

Werksschließung

Chrysler will in den USA eine Autofabrik schließen und in mehreren nordamerikanischen Fabriken die Fertigung stark einschränken. Die Produktionskapazität soll um insgesamt 400.000 Autos pro Jahr verringert werden. Chrysler hat sich zum Ziel gesetzt, 2008 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr einen operativen Verlust von 1,5 Mrd. Dollar verbucht. Es war auf riesigen Halden von Geländewagen und Pickups sitzen geblieben, die nur mit hohen Rabatten verkauft werden konnten. DaimlerChrysler ist momentan auf der Suche nach strategischen Optionen für Chrysler, wobei auch ein Verkauf oder eine Verselbstständigung denkbar ist.

Ron Gettelfinger, der Präsident der amerikanischen Automobilarbeitergewerkschaft UAW sagte: "Es liegt jetzt an DaimlerChrysler, die Gesellschaft voranzubringen.". Das Unternehmen müsse Qualitätsfahrzeuge liefern, die die Kunden kaufen wollten. Die Chrysler-Vorruhestands- und Abfindungsprogramme waren nach Gewerkschaftsangaben gemeinsam von Chrysler mit der UAW entwickelt worden. (APA/dpa)

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    Chrysler will so 9.000 seiner knapp 50.000 US-Arbeiter zur Auflösung ihrer Verträge bewegen.

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