Kuba verurteilt fünf Bürgerrechtler zu Haftstrafen

15. März 2007, 14:26
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Vor zwei Jahren bei Demonstrationen in Havanna verhaftet - Kritik von Menschenrechtsorganisation

Havanna - Kuba hat fünf Dissidenten zu Gefängnisstrafen verurteilt. Wie der Menschenrechtsaktivist Elizardo Sanchez am Mittwoch erklärte, waren die Bürgerrechtler bei Demonstrationen im Juli 2005 in der Hauptstadt Havanna verhaftet worden. Das Gericht habe Strafen von zwei Jahren Haft gegen vier der Dissidenten verhängt, ein weiterer müsse für ein Jahr und zehn Monate ins Gefängnis. "Sie sollten keinen einzigen Tag im Gefängnis verbringen, da sie kein Verbrechen begangen haben", sagte Sanchez, Chef der illegalen, aber tolerierten Kubanischen Kommission für Menschenrechte. Die Regierung wolle wohl noch anhängige Verfahren abschließen.

Sanchez zufolge sind in dem Karibikstaat derzeit 283 Personen aus politischen Gründen inhaftiert. Die Regierung in Havanna bezeichnet die kleine und zersplitterte Dissidenten-Gemeinde als "Söldner", die auf Rechnung des Erzfeindes USA agierten. Kubas 80 Jahre alter Staatschef Fidel Castro hat die Amtsgeschäfte im vergangenen Jahr an seinen jüngeren Bruder Raul übergeben. Zwar wurde dies als vorübergehender Schritt bezeichnet, dennoch hielten die Spekulationen um den Gesundheitszustand des "maximo lider" nach einer Darmoperation an (APA/Reuters)

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