Premiers Sloweniens und des Kosovo bei informellen Treffen

2. März 2007, 12:50
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Rupel: "Ahtisaari-Vorschlag soll realisiert werden"

Skopje - Der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa ist am Dienstag am Rande seines zweitägigen Besuches in Mazedonien mit dem kosovarischen Premier Agim Ceku zusammen getroffen. Beide Regierungschefs äußerten die Erwartungen, dass der zukünftige Kosovo-Status bald festgelegt sein wird. Ceku hoffe auf eine "günstige Lösung", berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA.

Das Szenario von UNO-Chefverhandlers Martti Ahtisaari sieht eine überwachte, bedingte Unabhängigkeit des fast nur noch von Albanern bewohnten Gebiets vor. Jansa zeigte sich zuversichtlich, dass die kosovarische Regierung Verständnis für die Forderungen der serbischen Bevölkerung in der Provinz habe. "Ich glaube, die internationale Gemeinschaft hat in dem aktuellen Ministerpräsidenten der kosovarischen Regierung einen sehr vernünftigen Gesprächspartner," sagte Jansa laut einer Presseaussendung nach dem Gespräch mit Ceku.

Die slowenische Seite betonte auch, Slowenien wünsche sich gute Beziehungen mit jedem in der Region zu haben, einschließlich Serbien. Der slowenische Außenminister Dimitrij Rupel, der bei den Gespräch mit Ceku dabei war und später auch seinen mazedonischen Amtskollegen Antonio Milososki traf, sagte zu STA, beide seien der selben Meinung gewesen, dass "die Zeit der Auseinandersetzung in der Region vorbei ist und die Zeit der Zusammenarbeit angetreten ist". Die beiden Außenminister waren sich auch einig, der Vorschlag von Ahtisaari zum Kosovo-Status sei angemessen und sollte realisiert werden. (APA)

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