Ahtisaari-Vorschlag sieht keine offizielle Religion vor

2. März 2007, 12:50
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Kosovo-Gespräche in Wien - Thema: Kulturelles und religiöses Erbe

Wien - Die Gespräche über den künftigen Status der seit 1999 von der UNO verwalteten südserbischen Provinz Kosovo sind am Mittwoch in Wien fortgesetzt worden. Vertreter Belgrads und Pristinas debattieren am drittletzten Tag der Gesprächsrunde über jenen Teil des Lösungsvorschlags des UNO-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari, der sich mit dem kulturellen und religiösen Erbe im Kosovo beschäftigt.

Der Ahtisaari-Vorschlag sieht vor, dass es im Kosovo keine offizielle Religion gibt, allerdings Autonomie und Schutz aller Konfessionen, ihres Eigentums und ihrer Objekte. Der serbisch-orthodoxen Kirche im Kosovo sollen demnach zusätzlicher Schutz, gewisse Rechte und Privilegien gewährt werden. Im Vorschlag von Ahtisaari wird die Bildung von 45 "Schutzzonen" für die wichtigsten serbischen Kirchen und Klöster sowie historischen Denkmäler vorgesehen.

Am Donnerstag stehen die Themen Sicherheit sowie die künftigen internationalen zivilen und militärischen Beteiligung auf dem Programm. Am Freitag, dem letzten Tag der Gespräche, soll über den Plan zur Implementierung der Lösungen gesprochen werden.

Am 10. März ist ein abschließendes Gipfeltreffen in Wien geplant, bei dem Ahtisaari seinen endgültigen Lösungsvorschlag präsentieren will. Noch im März will der finnische Ex-Präsident seinen Lösungsplan für die Zukunft des Kosovo dem UNO-Sicherheitsrat übergeben.

Jansa und Ceku hoffen auf baldige Lösung für Kosovo-Status Informelles Treffen von Premiers Sloweniens und des Kosovo - Rupel: "Ahtisaari-Vorschlag soll realisiert werden" (APA)

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