SW Umwelttechnik 2006 mit Umsatz- und Ergebnisplus

19. März 2007, 16:11
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Jahresüberschuss um 51 Prozent auf 2,1 Millionen Euro verbessert - Umsatz um 12 Prozent auf 101,8 Millionen Euro gestiegen

Wien - Der börsenotierte Kärntner Abwasserspezialist SW Umwelttechnik hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nach einem weiteren starken Ausbau der Marktposition in Zentraleuropa Umsatz und Ergebnis deutlich verbessert. Der Jahresüberschuss nach Minderheiten erreichte nach vorläufigen Zahlen mit 2,1 Mio. Euro und einer Steigerung um 51 Prozent einen der besten Werte in der Unternehmensgeschichte, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Der Umsatz verbesserte sich um 12 Prozent auf 101,8 Mio. Euro, wobei 66 Prozent auf Ungarn entfielen. Der Österrieich-Anteil reduzierte sich auf Grund der im September 2006 durchgeführten beiden Werksschließungen von 25,6 auf 22,9 Mio. Euro (23 Prozent). Der Umsatzanteil Rumäniens hat sich von 4 auf 8 Prozent verdoppelt. Die Umsatzverteilung innerhalb der Geschäftsbereiche blieb 2006 annähernd stabil.

Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte, trotz der einmaligen Schließungskosten in Österreich in Höhe von 1,2 Mio. Euro, weiter um 2 Prozent von 3,9 auf 4,0 Mio. Euro gesteigert werden.

2007 Ergebnissteigerung von 50 Prozent erwartet

Durch die positiven Marktaussichten in Zentraleuropa, das hohe Investitionsprogramm und die durchgeführten Strukturänderungen rechnet das Management der Kärntner SW Umwelttechnik für 2007 bei gleich bleibenden Umsätzen mit einer weiteren Ergebnissteigerung gegenüber 2006 um zumindest 50 Prozent. Für 2006 wird der Vorstand eine Erhöhung der Dividende von 25 auf 30 Cent je Aktie vorschlagen, teilte das Unternehmen am Mittwoch weiter mit.

In Österreich erwartet die SW Umwelttechnik 2007 durch die durchgeführten Rationalisierungen den Turnaround. In In Rumänien werden am Standort Bukarest sowohl die erste Baustufe Infrastruktur als auch die zweite Baustufe Wasserschutz realisiert. Außerdem werden alle Maßnahmen zum Start des Baubeginnes noch 2007 für den Standort Targu Mures in Zentral-Transsylvanien durchgeführt. In die angrenzenden Länder Serbien, Moldawien und Ukraine wird die Marktaufbereitung mit Exporten aus Ungarn und Rumänien begonnen.

Die Verwertung der nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die sich regelmäßig aus den getätigten Investitionen ergeben, werde zusätzlich einen Beitrag zum Ergebnis und der Finanzierung erbringen, heißt es weiter.

Ein deklariertes Ziel der SW Umwelttechnik ist die Rückkehr in den Prime Market der Wiener Börse. Da SW Umwelttechnik sämtliche Rahmenbedingungen erfülle, erscheint dieses Ziel bereits Mitte 2007 realisierbar, heißt es.

Verbesserung

Zur Verbesserung der künftigen Ertragssituation hat sich das Unternehmen entschlossen, die Produktbereiche in Österreich, die keinen positiven Ergebnisbeitrag leisten, zu schließen. Daher wurden im September 2006 zwei Produktionswerke geschlossen. Zusätzlich wurde jetzt entschieden die Engineering Aktivitäten in Österreich für kommunale Kläranlagen und Biogasanlagen rückwirkend per 1. Jänner 2006 zu beenden. Die Biogest Umwelttechnik GmbH wird mit 1.Jänner 2007 endkonsolidiert was zu einmaligen Schließungskosten von 0,4 Mio. Euro führt.

Durch Werkschließung in Österreich entstanden 2006 einmalige Schließungskosten in Höhe von gesamt 1,2 Mio. Euro. Damit werden aber in Österreich künftig Kostenreduktion ermöglicht, die zu einer Verbesserung des Ergebnisses um zumindest 1,2 Mio. Euro jährlich führen werden, heißt es.

Das Finanzergebnis hat sich auf Grund der in zweiten Halbjahr erfolgten Stabilisierung des Forint-Wechselkurses und der laufenden Aufwertung des rumänischen Lei mit einem Aufwand von 1,2 Mio. Euro deutlich gegenüber 2,0 Mio. Euro im Jahr davor verbessert. Das EGT konnte mit 2,8 Mio. Euro um 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Der Auftragsstand zum Bilanzstichtag liegt mit 25,9 Mio. Euro um 33 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Das spiegle einerseits vor allem die gute Auslieferungssituation im letzten Quartal 2006 wieder und andererseits die durch die Strukturänderung bedingte Änderung der Auftragslage. Trotzdem rechnet das Management für 2007 nicht mit einer Umsatzreduktion.

Der Mitarbeiterstand erhöhte sich in 2006 um 5 Prozent auf durchschnittlich 836 Mitarbeiter. Mit dem Rekordinvestitionsprogramm von 15,8 Mio. Euro wurden die Kapazitäten in Ungarn nachhaltig ausgebaut und in Rumänien die forcierte Expansion vorangetrieben. In Ungarn wurden 8 Mio. Euro in neue Produktlinien investiert und in Rumänien wurde mit 7 Mio. Euro der Bau der ersten Produktionsanlage für Wasserschutzprodukte in Timisoara, der Baubeginn für die Produktionsanlagen in Bukarest und der Grundstückskauf in Targu Mures finanziert. (APA)

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