Deutsche Telekom lagert etwa 55.000 Jobs aus

8. März 2007, 11:30
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Die "Vorteile" für die MitarbeiterInnen - Weniger Stundenlohn und längere Arbeitszeit geplant

Die Deutsche Telekom will möglicherweise rund 55.000 Mitarbeiter in eine neue Servicegesellschaft auslagern, wo sie weniger Stundenlohn bekommen und länger arbeiten sollen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, will Konzernchef René Obermann eine Auslagerung in dieser Größenordnung am Mittwoch dem Aufsichtsrat vorschlagen.

Neuer Bereich

Die Beschäftigten sollen in einen neuen Bereich namens T-Service ausgegliedert werden, der sich um den Kundendienst und die Callcenter kümmert. Die Telekom wolle in der Billig-Tochter vor allem Mitarbeiter der bisherigen Festnetzsparte T-Com unterbringen, berichtet die Zeitung.

Zuvor hatte ein Telekom-Sprecher die Zahl von etwas mehr als 45.000 Beschäftigten genannt. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Auslagerung von bis zu 61.400 Stellen befürchtet und massive Proteste angekündigt.

Mehr als 40 Stunden

Dem Zeitungsbericht zufolge sollen die ausgelagerten Mitarbeiter nicht wie derzeit 34,5 Stunden in der Woche arbeiten, sondern 40 oder 40,5 Stunden. Ihr Stundenlohn soll deutlich unter dem bisherigen Niveau liegen. Weil die Mitarbeiter von T-Service mehr arbeiten sollen als zur Zeit, werde ihr monatliches Einkommen unter dem Strich in etwa konstant bleiben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.(APA/AFP)

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