Regierung zog Bericht über getötete Kinder zurück

2. März 2007, 12:53
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Es habe wegen eines ähnlichen Angriffs am Tag zuvor "Verwirrung" gegeben

Bagdad - Der Irak hat einen Bericht zurückgezogen, dem zufolge am Dienstag zahlreiche Kinder bei einem Anschlag nahe eines Fußballplatzes in Anbar getötet wurden. Es habe wegen eines ähnlichen Angriffs am Tag zuvor "Verwirrung" gegeben, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Sicherheitskräfte in der Provinz.

Das US-Militär hatte am Dienstag erklärt, es lägen keine Informationen über einen neuen Anschlag in Anbar vor. Allerdings habe die US-Armee nahe einem Fußballfeld eine kontrollierte Sprengung vorgenommen, wobei 30 Menschen verletzt worden seien. Stammesführer hatten für den Angriff die Al-Kaida verantwortlich gemacht

Anschläge in Mossul

Die Gewalt gegen Zivilisten und Polizisten riss am Dienstag auch in anderen Teilen des Iraks nicht ab. Mindestens acht Polizeibeamte kamen in der nordirakischen Stadt Mossul ums Leben, als sich ein Selbstmordattentäter mit seinem Wagen vor ihrer Wache in die Luft sprengte. Weitere 38 Menschen erlitten Verletzungen, meldete die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak. Ein weiterer Selbstmordattentäter riss am Eingang eines Bauunternehmens in der Nähe von Mossul drei Menschen in den Tod. In Bagdad starben durch eine Autobombe sowie durch einen Sprengsatz in einem Restaurant insgesamt fünf Menschen.

Irakische Sondereinheiten und US-Soldaten durchsuchten am Dienstag die Bagdader Schiiten-Vorstadt Sadr-City, eine Hochburg des radikalen schiitischen Predigers Muktada al-Sadr. Dabei nahmen sie 16 Personen fest, die Fraktionen von Al-Sadrs Miliz, der so genannten Mahdi-Armee, angehören sollen. (APA)

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