Stromboli-Vulkan ausgebrochen

1. März 2007, 20:22
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Einwohner wurden aufgefordert, sich von der Küste fernzuhalten

Catania - Nach gut vier Jahren ist der süditalienische Vulkan Stromboli auf der gleichnamigen Mittelmeerinsel wieder ausgebrochen. Es hätten sich zwei kleinere Krater an der Nordseite des gut 900 Meter hohen Vulkans geöffnet, aus denen Lava fließe, gaben Vulkanologen bekannt.

Die Einwohner der zwölf Quadratkilometer kleinen Vulkaninsel wurden aufgefordert, sich von der Küste fernzuhalten, falls es nämlich zu einem Erdrutsch und zu einer Flutwelle kommen sollte. Allerdings bestehe für Menschen auf Stromboli und den Nachbarinseln Lipari und Panarea keine Gefahr, hieß es. Schiffe und Flugzeuge wurden in die Region geschickt, um die Lage zu beobachten.

Er gebe "keine Anzeichen" dafür, dass von dem Vulkan große Gesteinsmassen abbrechen und wie im Dezember 2002 eine Flutwelle auslösen könnten, sagte ein Experte des Vulkanologischen Instituts in Rom. 2002 hatten meterhohe Wellen Stromboli und die Nachbarinseln teilweise überschwemmt. Nach Angaben von Augenzeugen sollen die Wellen damals sogar bis zu 10 Meter hoch gewesen sein. Mehrere Häuser wurden beschädigt, drei Männer verletzt.

Die Insel Stromboli ist rund zwölf Quadratkilometer groß und liegt nördlich von Sizilien. Der letzte größere Ausbruch des 60 Kilometer nördlich von Sizilien gelegenen Stromboli liegt knapp vier Jahre zurück. Zu kleineren Eruptionen kommt es immer wieder.(APA)

  • Der Vulkan der süditalienischen Insel Stromboli ist nach vier Jahren wieder aktiv.
    foto: epa/franco lannino / g. giuffre

    Der Vulkan der süditalienischen Insel Stromboli ist nach vier Jahren wieder aktiv.

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