Senioren machen es sich im Internet gemütlich

8. März 2007, 11:27
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Netz wird zunehmend als Kommunikationsplattform genutzt

Immer mehr Senioren freunden sich mit dem Internet an. Der Durchschnittswert der Online-Nutzung bei den über 54-Jährigen ist laut neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland auf 30 Prozent angewachsen. Neben einem stetigen Zuwachs von drei bis vier Prozent jährlich, stehen die älteren Online-Anwendern den jüngeren Altersgruppen vor allem bei der Intensität der Webnutzung um nichts nach. Rund die Hälfte der Webgeneration 54 plus ist täglich beziehungsweise fast täglich online. Ein differenzierter Blick in die Auswertung zeigt zudem, dass bereits mehr als jeder Fünfte der Gruppe der 65- bis 74-Jährigen vom Internet Gebrauch macht.

Generationsübergreifend

"Die Gruppe der über 55-Jährigen kann man natürlich nicht pauschaliert betrachten, da sind drei, vier Generationen darin enthalten", erklärt Daniela Feuersinger, Projektleiterin der Webplattform Seniorkom, im pressetext-Gespräch. So würden die neuen jungen Seniorinnen und Senioren naturgemäß wenig Berührungsängste zeigen. Aber entgegen der öffentlichen Meinung seien auch einige über 80-Jährige noch dazu bereit, sich mit dem Internet anzufreunden. Diese Bereitschaft spiegelt sich auch in den aktuellen Zugriffszahlen der Seniorenplattform wider. So kommt Seniorkom mittlerweile auf über 200.000 Besucher im Monat. Das Durchschnittsalter beträgt 59 Jahre.

Überrascht

"Viele ältere Leute, die den Schritt ins Web wagen, sind überrascht, welche Möglichkeiten das Netz bietet", so Feuersinger weiter. "Dabei zeigt sich, dass das Internet kein anonymer Platz sein muss. Gerade Senioren nutzen die Gelegenheit, um Treffen mit anderen Usern zu organisieren und neue Freundschaften zu schließen. Sogar neue Paare sind aus unserer Plattform heraus entstanden", sagt Feuersinger. Neben der E-Mail-Nutzung und der Suche nach Informationen haben sich auch klassische Web-Kommunikationswerkzeuge wie Gästebücher und Webblog-Tagebücher zum Dauerrenner entwickelt.

Junge, Affine

Ungebrochen Web-affin zeigen sich indes die jüngeren Generationen. Laut den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamt waren im ersten Quartal 2006 mit 92 Prozent beinahe alle 10- bis 24-Jährigen zumindest gelegentlich online. Aber auch bei der Gruppe der Internetnutzer zwischen 24 und 54 Jahren lag dieser Wert mit 80 Prozent deutlich über dem der älteren Generation. Gesamt gesehen gibt es zudem immer noch Unterschiede bei der Nutzung des Webs zwischen Männern und Frauen. Über alle Altersgruppen gerechnet haben Männer mit durchschnittlich rund 70 Prozent gegenüber Frauen mit 60 Prozent immer noch die Nase vorn. (pte)

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