Rinderwirtschaft exportierte 2006 mehr

20. März 2007, 11:48
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Der heimische Gesamtrinderbestand liegt laut Viehzählung vom 1. Dezember 2006 bei rund 2,003 Millionen Stück und ist damit im Jahresabstand um 0,4 Prozent gesunken

Linz - Die österreichische Rinderwirtschaft hat 2006 mehr exportiert, berichtete der oberösterreichische Bauernbund in einer Presseaussendung am Dienstag. Demnach sei bei Rindern und Rindfleisch ein Exportüberschuss von 195.300 (2005: 168.800) Stück erzielt worden.

110.600 Stück wurden eingeführt und 305.900 ins Ausland geliefert. Österreich habe bei Rind- und Kalbfleisch einen Eigenversorgungsgrad von 147 Prozent, berichtete der Bauernbund. Oberösterreich sei mit einem Bestand von knapp 600.000 Stück - umgerechnet rund 30 Prozent - das Rinderbundesland Nummer eins.

Rinderbestand gesunken

Der heimische Gesamtrinderbestand liegt laut Viehzählung vom 1. Dezember 2006 bei rund 2,003 Millionen Stück und ist damit im Jahresabstand um 0,4 Prozent gesunken, geht aus einer Aussendung des Agrarischen Informationszentrums (AIZ) von Dienstag auf Basis der jüngsten Rindermarktprognose der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft hervor. Die heimischen Rinderbestände weisen bekanntlich seit Jahren eine sinkende Tendenz auf.

Den Erhebungen der Bundesanstalt zufolge wurden im Jahr 2006 etwa 596.000 Großrinder geschlachtet. Das ist gegenüber 2005 ein Anstieg um 5,3 Prozent.

Derzeit ist der EU-Schlachtrindermarkt stabil. Das Angebot bei Jungstieren ist knapp, auf Grund der doch eher ruhigen Rindfleischnachfrage sind die Preise in den meisten EU-Ländern stabil. Bei weiblichen Schlachtrindern herrscht eine ausgewogene Marktsituation zwischen Ein- und Verkauf. Die Preise bleiben fest.

In Österreich ist nach Angaben der Rinderbörse das aktuelle Angebot bei Jungstieren leicht steigend und steht auch einer etwas zunehmenden Nachfrage gegenüber. Bei weiblichen Schlachtrindern sind Angebot und Nachfrage unverändert, bei Biorindern übersteigt der Bedarf die angebotene Menge. Der Notierungspreis der Rinderbörse bleibt daher diese Woche in allen Kategorien unverändert. (APA)

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