Biophotonenemissionsmessung

28. Februar 2007, 12:30
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Wie funktioniert die Biophotonenemissionsmessung und was kann sie über die Qualität von Nahrungsmittel aussagen?

Rhythmische Lichtemission

Bei der ultraschwachen Biophotonenemission handelt es sich um eine rhythmische, kohärente Lichtemission aus lebenden Pflanzen- und Tierzellen. Sie wurde Ende der 20iger Jahre von dem russischen Zytologen A.G.GURWITSCH entdeckt.

Lichtenergie und Biophotonen Abstrahlung

Die Grundlage alles Lebens auf der Erde ist Sonnenlicht, oder anders gesagt, das elementare Lebensmittel ist Licht, das alle energieverbrauchenden Lebensprozesse speist. In allen Zellen wird Lichtenergie gespeichert, die bei abbauenden Stoffwechselprozessen wieder frei wird, wobei Biophotonen abgestrahlt werden. Biophotonen zeigen so den bioenergetischen Zustand einer Pflanze oder eines Gewebes an, da sie bei biochemischen Prozessen entstehen.

Ermittlung der Lichtspeicherkapazität

Die Intensität wird oft mit dem Licht einer Kerze in 20 km Entfernung verglichen. Die Messung erfolgt in einem abgedunkelten Raum mit Hilfe eines Photomultipliers in Diskriminatorschaltung als Photonenzähler. Die Probe kann entweder ganz oder homogenisiert vermessen werden. Zur Ermittlung der Lichtspeicherkapazität wird das Probenhomogenat vorher angeregt.

Erhöhte Emissionsraten

Die Anregung kann durch definierte Belichtung, Erwärmung oder chemische Zusätze erfolgen. Erhöhte Emissionsraten bei der Vermessung ganzer Produkte können auf Stress zurückgeführt werden. Eine lange Speicherfähigkeit, die aus der Abklingkurve nach vorheriger Anregung ermittelt wird, sowie erhöhte Photonenzählraten der angeregten Homogenate sind ein Zeichen hoher Überlebensqualität.

Ganzheitliches Qualitätskriterium

Seit etwa 30 Jahren werden Zusammenhänge zwischen Biophotonenemission und Qualität von Lebensmitteln sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs untersucht. Da es sich bei diesem Qualitätskriterium um eine äußerst sensitive Eigenschaft handelt, in die alle Rahmenbedingungen einfließen, ist die Beurteilung der Ergebnisse oft schwierig und muss differenziert erfolgen. Diese Methode ist aber relevant in der Qualitätsdiskussion, nicht zuletzt weil sie einen neuen, ganzheitlichen Qualitätsaspekt zugänglich macht.

Der Einfluss der Düngungsart auf die Photonenemission wurde bei Wolligem Fingerhut, Gartensalbei, Möhren und Sommerweizen geprüft (TEUBNER 1983). Die Ergebnisse waren nicht eindeutig den Düngeverfahren zuzuordnen. In zahlreichen Untersuchungen an der Universität Hohenheim wurden verschiedene Effekte auf die Photonenspeicherfähigkeit von Tomaten ausgetestet.

Höhere Werte bei Biotomaten

Unterscheidungsparameter wie Standort, Reifegrad, Alter sowie Anbauweise wirkten sich interaktiv aus, was bei der Interpretation der Ergebnisse beachtet wurde. Mit 100 prozentiger Sicherheit konnten Früchte aus Hydrokulturen mit signifikant niedrigerer Zählrate unterschieden werden. Im Durchschnitt zeigten auch biologische Tomaten signifikant höhere Werte, bei der Analyse der Einzeluntersuchungen war aber der Standorteinfluss als wichtiger differenzierender Faktor erkennbar.

Frische und Tiefkühlen

Überreife Tomaten hatten geringere Speicherwerte als noch nicht ganz ausgereifte. Der Frischezustand konnte mittels der Messung der Speicherkapazität eindeutig festgestellt werden: frische Tomaten hatten verglichen mit solchen nach fünf Tagen Lagerung bei 22 Grad Celsius signifikant höhere Werte, nach fünf Tagen bei vier Grad Celsius sank die Zählrate signifikant ab und nach acht Tagen Tieffrieren war die Speicherfähigkeit wieder signifikant reduziert (POPP 1991).

Quelle
Nahrungsmittelqualität von Produkten aus biologischer und konventioneller Landwirtschaft im Vergleich, von Alberta Velimirov, April 2002

Medieninhaber, Herausgeber: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, 1010 Wien

Link zur Publikation

  • Signifikante Unterschiede in der Speicherfähigkeit, ausgedrückt als Photonenzahl bei Homogenaten von Karotten (Anbauweise)(Quelle: A.Popp, Alternative Konzepte 66)
    grafik: bundesministerium für bildung, wissenschaft und kultur

    Signifikante Unterschiede in der Speicherfähigkeit, ausgedrückt als Photonenzahl bei Homogenaten von Karotten (Anbauweise)(Quelle: A.Popp, Alternative Konzepte 66)

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