Magna mit Gewinneinbruch

15. März 2007, 08:39
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Der Autozulieferer verzeichnet 2006 einen Gewinnrückgang von mehr als 110 Millionen Dollar, der Umsatz stieg um sechs Prozent

Magna International 2006 mit deutlichem Gewinnrückgang 1 Umsatz höher - Als möglicher Interessent für Chrysler im Gespräch Aurora/Wien/Graz - Der vom Austrokanadier Frank Stronach gegründete kanadische Autozulieferer und Autohersteller Magna hat im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2006 vor allem wegen des schlechteren Geschäftsgangs der amerikanischen Autokonzerne einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht.

Magna International Inc. zählt zu den weltweit größten Autoteileherstellern. Die Gesellschaft fertigt auch in Graz für Mercedes-Benz, BMW, Chrysler und Saab im Auftrag bestimmte Automodelle oder rüstet sie um. Das Unternehmen produzierte 2006 dabei insgesamt 248.059 (Vorjahr: 230.505) Autos.

Interessent für Chrysler

Magna war in US-Medienberichten jüngst als möglicher Interessent für Chrysler genannt worden (siehe "Mehr zum Thema").

Der Jahresumsatz stieg um sechs Prozent auf 24,2 Mrd. US-Dollar (18,5 Mrd. Euro), gab das in Aurora (Provinz Ontario) ansässige Unternehmen am Dienstag bekannt. Der Gewinn fiel auf 528 (639) Mio. Dollar oder 4,78 (5,90) Dollar.

Magna erhöhte den Umsatz im Schlussquartal um 9 Prozent auf 6,4 Mrd. Dollar. Der Quartalsgewinn fiel auf 29 (83) Millionen Dollar oder 26 (75) Cent je Aktie.

Magna erwartet für 2007 einen Umsatz von 22,9 bis 24,2 Mrd. Dollar. Mit der Autofertigung erwartet Magna dabei einen Umsatz von 3,5 bis 3,8 Mrd. Dollar.

Das kanadische Unternehmen beschäftigt 83.000 Mitarbeiter in 229 Betrieben und 62 Entwicklungszentren in 23 Ländern.

Neuer Produktionsrekord in Graz

Die in Graz beheimatete Magna Steyr hat im vergangenen Jahr die Zahl der dort produzierten Autos um acht Prozent auf 248.059 (230.505) Stück gesteigert und ihren Umsatz um sieben Prozent auf 4,38 (4,11) Mrd. Dollar erhöht. Dies geht aus dem am Dienstag vorgelegten Jahresbericht von Magna International vor. Die Steigerung in Euro ist demnach etwas geringer ausgefallen, weil der Dollar gegenüber der gemeinsamen europäischen Währung leicht nachgegeben hat.

Besonders stark hat in Graz die Herstellung der auf "Wertschöpfung" verrechneten Autos zugelegt. Magna Steyr produzierte 2006 um 13 Prozent mehr Chrysler-Autos auf Wertschöpfungsbasis wie etwa den Jeep Grand Cherokee oder den Minivan Voyager (90.096 Stück). Die Zahl der auf "Vollkostenbasis" hergestellten Autos wie des BMW X3 ist nur um fünf Prozent auf 157.963 Stück gestiegen.

Zur Erläuterung: In Graz werden Autos auf Vollkostenbasis und auf Teilkostenbasis produziert. Ein Rückgang in der ersten Kategorie macht sich überproportional stark im Umsatz bemerkbar, sagt aber nichts über tatsächliche Produktionsleistung oder Rentabilität aus.

Die bis vor kurzem veröffentlichte Rentabilität bei Magna Steyr (Ebit-Marge) wird vom Konzern neuerdings nicht mehr bekannt gegeben. (APA/dpa)

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