BA-CA: Industrie muss Kapazitäten laufend erweitern

20. März 2007, 10:44
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Inlands- und Auslandsnachfrage konnte wieder an Dynamik gewinnen - Beschäftigung wächst noch relativ stark

Wien - "Österreichs Industrie setzt ihre ausgezeichnete Entwicklung im ersten Quartal fort", so Marianne Kager, Chefvolkswirtin der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), am Dienstag zu den aktuellen Ergebnissen des BA-CA EinkaufsmanagerIndex. Nach dem Rückgang des BA-CA EinkaufsmagerIndex im Jänner kam es im Februar wieder zu einem Anstieg. Mit 57,8 nach 56 lag der Index im Februar wieder so hoch wie im Dezember 2006.

Sowohl die Inlands- als auch die Auslandsaufträge konnten im Vergleich zum Jänner wieder an Dynamik gewinnen. "Die Zuwächse in der Industrieproduktion lagen im Februar über dem Durchschnitt von 2006. Der Februar schlug mit seiner Dynamik sogar die vergangenen Monate, die im Schnitt sehr stark waren", so BA-CA-Ökonom Stefan Bruckbauer.

Einzelne Kapazitätsengpässe

Mit dem erneut anziehenden Tempo der Auftragseingänge im Februar konnte auch der Auftragsbestand wieder steigen. Die Einkaufsmanager meldeten einzelne Kapazitätsengpässe bei den Lieferanten von Vormaterial, was sich auch in dem erneuten Anstieg der Lieferzeiten für Vormaterial widerspiegelt. Zusätzlich belegen dies die noch immer stark steigenden Einkaufspreise. "Österreichs Industrieunternehmen sind auf Grund der starken Konjunktur weiterhin mit steigenden Lieferzeiten und Einkaufspreisen konfrontiert", so Kager.

Zwar ging der Index für die Beschäftigung im Februar von 55,1 auf 54,6 zurück. Trotzdem wächst die Beschäftigung in der Industrie noch immer relativ stark. "Weiterhin arbeitet die Industrie an der Kapazitätsgrenze. Dies belegen die steigende Beschäftigung, steigende Verkaufspreise und auch steigende Vormateriallager", so Bruckbauer. Die BA-CA-Ökonomen sehen daher noch keine Zeichen einer stagnierenden Industriekonjunktur. Auch wenn die Stimmung der Industrie in den nächsten Monaten leicht zurückgehen wird, bewegt sich das Produktionsniveau noch für Monate über seinem langfristigen Trend. (APA)

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